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Ärger um Schul-Erweiterung

Ilsede Ärger um Schul-Erweiterung

Ilsede. „Klar muss man helfen - aber nicht auf unsere Kosten!“, sagt Michaela Mundt, Elternvertreterin an der Janusz-Korczak-Schule. Die Ilseder Förderschule soll nach Willen des Landkreises im Dezember Schülern von der benachbarten Astrid-Lindgren-Förderschule Räume zur Verfügung stellen - weil ebendort im Sommer 2013 Erweiterungs-Bauarbeiten anstehen.

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Befindet sich derzeit im Umbau: Die Janusz-Korczak-Schule wird für 21 Schüler der Astrid-Lindgren-Schule vorbereitet.

Quelle: js

„Die Astrid-Lindgren-Schule bekommt drei Klassenräume mit entsprechenden Toiletten, außerdem werden extra Schallschutztüren eingebaut und die Schulküche aus dem Erdgeschoss in den ersten Stock verlegt“, zählt die Elternvertreterin auf. „Und wir müssen nicht nur zusammenrücken, uns werden auch Fachräume genommen“, sagt sie. „Viele Eltern sind deswegen sehr besorgt.“

Mundt betont, dass es nicht darum gehe, die Erweiterung der Astrid-Lindgren-Schule zu verhindern, noch der benachbarten Förderschule nicht helfen zu wollen - eins ihrer Kinder wird ja selbst dort unterrichtet. „Die Erweiterung darf aber einfach nicht auf Kosten der Janusz-Schüler gehen“, sagt sie. Und genau dieses Sorge nehme der Landkreis - Schulträger beider Schulen - nicht richtig wahr, finden die Eltern.

Viele Kinder an der Schule hätten ADHS - die Aufmerksamkeitsdefizitstörung - „sie brauchen Bewegung und den Platz, der eingeschränkt werden soll“, so Mundt. Wegen des Förderangebotes habe die Schule vor zwei Jahren bei der Schulinspektion gut abgeschnitten, aber das werde nun hinfällig: „Der Musikraum und der Naturwissenschaftsraum müssen zu einem Klassenraum werden - das heißt die Fachförderung fällt weg!“ Man habe deshalb beim Kreis den Kompromiss-Vorschlag eingebracht, einen Container für eine Janusz-Korczak-Klasse vor der Schule aufzustellen, damit ein kombinierter Musik- und Naturwissenschaften-Raum frei für den Fachunterricht werde. „Aber das wurde abgelehnt“, zeigt sich Mundt enttäuscht.

Außerdem habe man um einige Schallschutzfenster gebeten, damit der Baulärm die 10.-Klässler nicht beim Lernen störe: „Manche Schüler machen den Hauptschulabschluss, um im freien Arbeitsmarkt bestehen zu können. Sie brauche Ruhe, um diese wichtige Hürde zu bewältigen - und die Fenster befinden sich ohnehin in einem sehr schlechten Zustand.“ Auch hier habe der Kreis kein Entgegenkommen gezeigt, so Mundt.

Den Eltern dränge sich das Gefühl auf, dass für die Astrid-Lindgren-Schule alles möglich gemacht wird, für die Janusz-Korczak-Schule aber nichts, sagt sie. „Wir geben die Hoffnung aber nicht auf, dass unsere Interessen auch noch Gehör finden“, sagt Mundt.

sip

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