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Ärger um Kita-Platz: Familie Braun ist sauer

Oberg Ärger um Kita-Platz: Familie Braun ist sauer

Oberg. Familie Braun aus Oberg ist sauer. Tochter Luisa(6) erhält im Wohnort der Familie keinen Kindergarten-Platz. Das Problem: Vater Harald Braun ist voll berufstätig und kann sein Kind aufgrund seiner Arbeitszeiten nicht in die Kita bringen, Mutter Bianca (39) ist nicht mobil. Sie hat keinen Führerschein.

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Familie Braun ist sauer: Tochter Luisa erhält keinen Kita-Platz im Wohnort Oberg.

Quelle: Isabell Massel

Im Juni 2015 ist Familie Braun nach Oberg gezogen. „Unsere jüngste Tochter ist seitdem zu Hause, obwohl sie in den Kindergarten müsste, da sie im Sommer dieses Jahres eingeschult wird“, erzählt Familienvater Harald Braun. Doch einen Kindergartenplatz in Oberg habe seine Tochter nicht erhalten, stattdessen seien andere Kinder, die später zugezogen seien, berücksichtigt worden, kritisiert er.

Einen Platz in einem anderen Kindergarten in Anspruch zu nehmen, stelle die Familie vor ein Problem: „Meine Frau hat keinen Führerschein“, so Braun, der eine „ungerechte Behandlung“ seitens der Kindertagesstätte anprangert.

Der Träger der Kindertagesstätte in Oberg, der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt Braunschweig, nimmt zu den Vorwürfen kurz und knapp Stellung: „Zwischen der Gemeinde Ilsede und den Trägern der Kindergärten gibt es abgestimmte Aufnahmekritierien“, sagt Ursula Tetzel, Bereichsmanagerin Familie & Erziehung.

Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze in den Tageseinrichtungen, so ist bei der Vergabe die jeweilige besondere soziale Situation des Kindes und seiner Sorgeberechtigten zu berücksichtigen - so steht es in der Benutzungssatzung für die Kindertagesstätten der Gemeinde Ilsede. Das betrifft etwa Kinder, die im Jahr nach der Aufnahme in die Tageseinrichtung schulpflichtig werden, die Berufstätigkeit Alleinerziehender oder beider Elternteile.

„Diese Kriterien werden nach einem Punktesystem bewertet“, erklärt Bürgermeister Otto-Heinz Fründt. Seines Wissens nach seien diese Kriterien bei dem betreffenden Fall eingehalten worden.

„Eine Rolle spielt sicher auch, dass die Anmeldung erst im Oktober stattfand“, erläutert der Verwaltungschef weiter. Die Kindertagesstätte in Oberg, eine Ganztagseinrichtung, sei zurzeit voll belegt.

Einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz im Wohnort gebe es nicht. „Es tut mir leid, dass es in Oberg nicht geklappt hat. Aber das Kind nach Münstedt zu bringen, ist zumutbar“, so Fründt.

Dort, in Münstedt, nämlich hat die Gemeinde Ilsede inzwischen Familie Braun einen Platz im Kindergarten angeboten. Mutter Bianca Braun bringt Luisa nun mit dem Fahrrad in den etwa zwei Kilometer entfernten Ort. Eine Busfahrkarte hätte monatlich 66 Euro für sie, wie auch für ihre Tochter gekostet, erzählt sie. „Mir bleibt nichts anderes übrig. Luisa möchte in den Kindergarten.“

mir

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