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Ärger um Abwassergebühren

Ilsede Ärger um Abwassergebühren

Keine Kostenersparnis durch die Zusammenarbeit der Gemeinde Ilsede mit dem Wasserverband Peine, dafür höhere Gebühren für das Abwasser - das kritisiert Andreas Brandt aus Oberg. Er zahle jährlich rund 110 Euro mehr für die Abwasserbeseitigung, was einer 50-prozentigen Erhöhung entspreche.

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Seit dem 1. Januar gelten auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Lahstedt neue Abwassergebühren.

Quelle: Archiv

Ilsede. Per Ratsbeschluss vom 19. November 2015 wurde die Kalkulation der Abwassergebühren für das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Lahstedt angepasst. Eingeführt wurde eine neue Grundgebühr von jährlich 72 Euro, zudem wurden die Gebühren für den Kubikmeter Schmutzwasser um 47 Cent erhöht, der Preis für das Niederschlagswasser pro Quadratmeter und Jahr um 11 Cent.

„Aufgrund dieser Grundgebühr und der Anpassung der Benutzungsgebühr sind die Kosten für die Abwasserbeseitigung erheblich gestiegen“, moniert der 44-jährige Oberger. „Bei mir zum Beispiel von jährlich etwa 220 Euro auf etwa 330 Euro bei gleichen Verbräuchen, was in meinem Fall einer Erhöhung von 50 Prozent entspricht.“ Er sagt: „Man könnte jetzt den Eindruck haben, dass die neue Grundgebühr dafür eingeführt wurde, um die Kosten für die Abrechnung durch den Wasserverband zu bezahlen.“

Die Erhöhung der Abwassergebühren diene der Kostendeckung, erklärt Bürgermeister Otto-Heinz Fründt (SPD). „Es wäre ein Minus von 300 000 Euro entstanden.“ Die Überschüsse seien aufgebraucht, und es stünden große Investitionen an. Die Anlagen entsprächen nicht mehr dem Stand der Technik und müssten nun saniert werden.

Die Erhöhung habe auch nichts damit zu tun, dass die Gemeinde die technische und kaufmännische Betriebsführung der Abwasserentsorgung an den Wasserverband Peine abgegeben habe.

Stattdessen gehe es bei der Grundgebühr um die Abdeckung von Fixkosten - etwa für das Vorhalten eines Kanals. „Maximal 30 Prozent der Kosten dürfen über die Grundgebühr abgedeckt werden“, schildert Fründt. In Ilsede seien es 25 Prozent.

Brand meint: Bei der Übertragung der Abrechnung des Abwassers an den Wasserverband sei als Begründung eine Kostenersparnis angeführt worden. Doch diese sehe er nicht, stattdessen müsse der Wasserverband bezahlt werden - und die vorher bei der Gemeinde für die Abwasserbeseitigung zuständigen Mitarbeiter seien auch weiterhin da.

Die Gemeinde habe für die anstehenden Aufgaben hinsichtlich der Abwasserbeseitigung schlichtweg kein Personal gehabt, erklärt Fründt, insbesondere in Bezug auf den Bau der Zentralkläranlage.

Über die Jahre stünden nun Investition von 25 Millionen Euro in Kanalnetz und Zentralkläranlage an, was sich auch auf den Abwasserpreis niederschlagen werde. Dieser werde alle drei Jahre neu kalkuliert.

mir

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