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Adenstedter unterstützt Verein „EinDollarBrille“

Günstige Sehhilfen für die Dritte Welt Adenstedter unterstützt Verein „EinDollarBrille“

Mehr als 700 Millionen Menschen bräuchten laut einer Studie der World Health Organization (WHO) eine Brille, können sich aber keine leisten. Auf die unzureichende Brillenversorgung in Ländern der Dritten Welt ist auch Klaus-Dieter Vieth aus Adenstedt durch einen Artikel aufmerksam geworden.

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700 Millionen Menschen auf der Welt bräuchten eine Brille, können sich aber keine leisten.
 

Quelle: privat

Adenstedt. Um etwas an dieser Problematik ändern zu können, trat er vor knapp zweieinhalb Jahren dem Verein „EinDollarBrille“ bei.

 Der Verein wurde 2012 von dem Erlangener Mathe- und Physik-Lehrer Martin Aufmuth gegründet. Die Vision ist, „Menschen weltweit und dauerhaft mit günstigen, vor Ort produzierten Brillen zu versorgen“. Dazu werden die Brillen aus preisgünstigem Stahldraht und vorgeschliffenen Gläsern direkt in den jeweiligen Ländern hergestellt. „Die Brillen haben einen simplen Aufbau, sind aber sehr stabil“, so Vieth. Der Materialwert liegt bei rund einem Dollar: „Das sind zwei ortsübliche Tageslöhne, die den Wert eines Huhnes haben. So können sich auch sehr arme Menschen eine Brille leisten“, sagt Vieth.

Der Adenstedter wurde selbst vom Verein als Trainer ausgebildet. Bei Seminaren erklärt er neuen Mitgliedern, wie die Brillen richtig gebogen werden müssen. Einige der Mitglieder fliegen dann in die betroffenen Länder und bilden Einheimische aus. „Vor Ort werden auch Geschäfte aufgebaut, wo die Brillenträger mit ihren kaputten Brillen hingehen können“, erklärt Vieth. Das sei der große Vorteil gegenüber den gebrauchten Brillen, die die Kirche verteilt: „Wenn die gebrauchten Brillen kaputt gehen, dann sind sie wertlos, weil niemand sie reparieren kann“, so Vieth.

Der Verkauf der Brillen läuft derzeit in sieben Ländern: Äthiopien, Benin, Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, Malawi, Mexiko und Ruanda. „Es ist nicht so leicht, das Projekt in einem neuen Land zu etablieren, da es die Gesetze des Landes oft verhindern“, berichtet der Adenstedter. Dennoch erwarte der Verein, in diesem Jahr die 100 000. Brille zu verkaufen.

„Unser Ziel ist es, regional bekannter zu werden. Dazu werden wir weiter auf Messen auftreten, wie auf der Didacta im Februar in Hannover“, sagt Vieth.

Weitere Informationen unter: www.eindollarbrille.de

Von Lena Brandes

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