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Acanthus-Hof: Zuhause in Klein Ilsede

Ilsede Acanthus-Hof: Zuhause in Klein Ilsede

Klein Ilsede. „Es ist ein bisschen wie in einer großen WG“, sagt Rebekka Haberland über das Acanthus-Wohnheim in Klein Ilsede. Seit Juli leben in dem von Eltern und Helfern in Eigenregie eröffneten Heim in der Ortsmitte sechs behinderte Menschen gemeinsam mit der Hausmutter Haberland und weiteren Mitarbeitern. Zeit für eine erstes Zwischenresumee.

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Das Acanthus-Team und Bewohner auf dem Hof in Klein Ilsede.

Quelle: rb

Ganz wichtig: Die Bewohner müssen sich wohlfühlen, denn hier wohnt man nicht nur unter einem Dach, man lebt zusammen. Haberland: „Wir unterstützen die Bewohner zwar, wo sie es brauchen, sie sollen aber viel selbstständig machen.“ Ob den Abendbrot-Tisch decken, die Wäsche einräumen oder das Brot vom Bäcker holen - das Leben im Acanthushof ist „eigentlich ganz normal“, wie die Heimleiterin immer wieder sagt.

Die Geschichte des Hofes ist es dagegen weniger: Nach jahrelanger Vorarbeit, unzähligen Telefongesprächen, Behördengängen und Spendenaufrufen haben Mitglieder des dafür gegründeten Acanthus-Vereins Anfang 2012 den Hof Ahrens in Klein Ilsede gekauft. Das 8500-Quadratmeter-Gelände wurde seitdem zu einem anthroposophischen Behinderten-Wohnheim ausgebaut. Weitere Hofräume sollen in spätestens zwei Jahren - wenn die Behörden die Baupläne abnicken - zur Werkstatt ausgebaut werden, wo eigene Seifen, Tonarbeiten und Textil-Produkte von den Bewohnern hergestellt werden. Auch zum Verkauf, denn der Acanthushof wird nur zum Teil öffentlich gefördert, der Rest über Spender und in Eigenleistung finanziert. Ideengeber und Antreiber des Hofprojektes ist Ehepaar Plew aus Klein Ilsede, das für seinen behinderten Sohn Tadeus einen Werkstattplatz suchte, der so nah an Klein Ilsede ist, dass er nicht die Trennung von dem Sohn bedeuten würde. Da dies nicht gelang und andere Eltern offensichtlich ebenfalls vor diesem Problem standen, gründeten sie Acanthus.

Zurück in die Gegenwart: „Wenn Eltern von Bewohnern uns jetzt besuchen, sind sie oft erstaunt, wie selbstständig das eigene Kind inzwischen ist“, hat Haberland beobachtet. Nicht nur das „private“ Leben organisieren die Bewohner weitestgehend in Eigenregie. Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es erstmal zur Arbeit - im Adolphshof oder in der Lebenshilfe Peine. Nach Feierabend steht dann wieder das WG-Leben mit den üblichen „Hausarbeiten“ an. „Je nach Luft und Interesse gibt es gemeinsame Aktionen wie Musikhören oder Vorlesen“, so Haberland. „Sehr beliebt ist aber auch das Kartenspiel Solo - da wird schon mal bis 22 Uhr gezockt“, sagt sie schmunzelnd. Auch Aktionen am Wochenende - von Zoo bis Konzertbesuch - werden abends geplant.

Platz für weitere Mitbewohner gibt es übrigens auch noch: „Das Haus ist für 13 Bewohner ausgelegt“, sagt die Hausmutter. Auch wenn bereits Bewerbungen vorliegen, sind Interessenten gern gesehen. Ebenso wie Spender, die den Acanthushof unterstützen wollen - nicht nur mit Geld, so Haberland: „Zurzeit suchen wir zum Beispiel ein bespielbares Klavier!“

Spendenkonto: Volksbank Peine, BLZ 25260010, Kontonummer 16270100, Stichwort „Acanthus“. Weitere Infos gibt es unter 05171 7904015 und im Internet unter der Adresse www.acanthus-ev.de.

sip

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