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Acanthus-Bewohner sollen Hühner halten

Ilsede Acanthus-Bewohner sollen Hühner halten

Klein Ilsede. Für sich und die Umwelt Verantwortung übernehmen. Das ist Tristan Plew, dem Geschäftsführer des vollstationären Behinderten-Wohnheims Acanthus, wichtig. Tierhaltung kann dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

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Ein Hühnerstall soll auf dem Acanthus-Hof in Klein Ilsede entstehen. Dafür zerlegten Geschäftsführer Tristan Plew und sechs Helfer den ehemaligen Geräteschuppen.

Quelle: mgb

Daher wird jetzt der ehemalige Geräteschuppen des Klein Ilseder Wohnheims zum Hühnerstall umgebaut. Daher wird jetzt der ehemalige Geräteschuppen des Klein Ilseder Wohnheims zum Hühnerstall umgebaut. Hier sollen dann künftig fünf bis sechs Hennen und ein Hahn untergebracht werden, die von den Bewohnern täglich versorgt werden müssen.

Gestern fiel dann der Startschuss zu den Umbaumaßnahmen: Der Geschäftsführer arbeitet hauptberuflich bei VW und hatte sechs seiner VW-Kollegen nach Klein Ilsede eingeladen, die ihn ehrenamtlich bei den Arbeiten unterstützen sollten. So rissen sie gemeinsam das Dach des Schuppens ab, hebelten morsche Bretter aus dem Schuppen heraus und bauten alte Fenster aus.

„Da die Arbeiten gerade danach aussehen, als würden wir den alten Schuppen nur kaputt machen, haben wir gezielt keine Bewohner mit in den Teilabriss eingebunden“, sagt Plew und erklärt weiter: „einige Bewohner würden nämlich sehr sentimental darauf reagieren. Sobald es aber ans Umbauen geht, werden einige Bewohner bestimmt wieder tatkräftig mithelfen.“

Später sollen weitere Hofräume zur Werkstatt ausgebaut werden, wo eigene Seifen, Tonarbeiten und Textil-Produkte hergestellt werden. Zurzeit fahren die Bewohner zum Gut Adolphshof nach Lehrte oder zur Lebenshilfe Peine-Burgdorf, um in deren Werkstätten zu arbeiten.

Zurück zu den Tieren: Bei Hühnern soll es nicht bleiben: Plew plant auf dem 8500 Quadratmeter großen Gelände zwei Pferde für therapeutische Zwecke zu halten. „Hierbei geht es vorrangig um die Pflege. Pferde brauchen viel Aufmerksamkeit und müssen nicht nur gefüttert, sondern auch gestriegelt werden“, erklärt der Geschäftsführer. Schafe halten die Bewohner bereits.

Übrigens: Vor fast einem Jahr waren es noch sechs Bewohner, die in dem Behinderten-Wohnheim Acanthus gezogen sind. Mittlerweile ist die Zahl auf zehn gestiegen, drei Plätze sind noch frei.

„Gesucht werden auch Hauseltern, die ebenfalls auf dem Hof leben und sich um die Bewohner kümmern sollen“, sagt Plew.

mgb

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