Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Abwasserärger in Ilsede

Ilsede Abwasserärger in Ilsede

Ilsede. Fast vier Stunden lang tagte am Montagabend der Interims-Abwasserausschuss der neuen Gemeinde Ilsede - eine sehr emotional geführte Sitzung mit hitzigen Debatten.

Voriger Artikel
Fründt ist Bürgermeister-Kandidat der SPD
Nächster Artikel
Schindler schließt: 50 Mitarbeiter arbeitslos

Wo das Regenwasser in Münstedt bald hinfließen soll, darüber sprach nun der Ilseder Interims-Abwasserausschuss.

Quelle: Symbolfoto

Und doch gibt es einige Ergebnisse zu vermelden: Die Planung für die Zentralkläranlage in Gadenstedt soll bald an ein Ingenieurbüro vergeben werden. Außerdem soll in einigen Ortschaften das Regenwasser nicht mehr in die Kläranlagen geleitet werden - das sorgte für reichlich Diskussionsbedarf.

Geht es nach dem Abwasserausschuss, soll die Zentralkläranlage in Gadenstedt bald kommen. Das Interims-Gremium sprach sich dafür aus, die erforderlichen Ingenieursplanungen ausschreiben zu lassen. „Wegen der Größe des Projekts, es wird sicher teurer als fünf Millionen Euro, muss es EU-weit ausgeschrieben werden“, sagt Interims-Bürgermeister Otto-Heinz Fründt, der an der Ausschusssitzung teilnahm. Bis Ende Juni oder Anfang Juli soll dann ein Ingenieurbüro damit beauftragt werden, das Genehmigungsverfahren bis Ende 2015 durch sein, nächstes Jahr sei Baubeginn. Bauzeit für die Zentralkläranlage Gadenstedt wären voraussichtlich zwei bis zweieinhalb Jahre. In dieser Zeit, so die Hoffnung, sollen die anderen, dezentralen Kläranlagen noch befristet weiterlaufen.

Ärger gab es wegen des geplanten Standorts der Zentralkläranlage. Zwar hatte im November der damals noch amtierende Lahstedter Gemeinderat ein bestimmtes Flurstück in der Gemarkung Gadenstedt für den Neubau auserkoren, doch einige Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, diese Lokalisierung aus den Beschlussvorlagen herauszunehmen. Nach hitziger Debatte kam der Ausschuss dennoch zu einem einstimmigen Ergebnis für die Kläranlage.

Für Zündstoff sorgte auch die sogenannte Fremdwasserseparierung, unter anderem in Münstedt. Hinter dem kryptischen Begriff steckt ein einfaches Prinzip: Regenwasser soll dort, wo die technischen Voraussetzungen vorhanden sind, nicht mehr in Kläranlagen, sondern direkt in Vorfluter geleitet werden. Das ist zum Beispiel in Neubaugebieten der Fall, in denen bereits Trenn-Kanalsysteme vorhanden sind. Der Abwasserausschuss ist zwar grundsätzlich für die Fremdwasserseparierung, bevorzugt für Münstedt aber ein anderes Konzept als die Verwaltung. Streitpunkt ist, wo die Leitungen lang führen sollen. „Die sogenannte Ostvariante ist erheblich teurer als die neue Südvariante“, argumentiert Fründt, nämlich rund vier statt nur zwei Millionen Euro. Der Abwasserausschuss sprach sich dennoch für die Ostvariante aus - welche Variante letztlich umgesetzt wird, entscheidet kommende Woche der Verwaltungsausschuss.

js

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ilsede

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung