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„Abriss-Entscheidung wird hinausgezögert“

Ilsede „Abriss-Entscheidung wird hinausgezögert“

Ilsede. „Ein weißer Ritter, der genügend Geld mitbringt, ist auch nach langer Suche der Freunde des Kugelwasserturms nicht in Sicht“, sagt Horst Meldau von den Freien Bürger Ilsede (FBI).

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Der Kugelwasserturm: Die FBI sind gegen die Erstellung eines Gutachtens zur Standsicherheit.

Quelle: Archiv

Seine Fraktion sei der Meinung, die „letztlich unumgängliche Entscheidung“, den Abrissantrag wegen mangelnder Finanzen zu stellen, werde unnötig hinausgezögert.

Meldau, der als einziger im Finanzausschuss gegen das Gutachten zur Standsicherheit des Turms stimmte (PAZ berichtete), verweist darauf, dass es unbestritten sei, dass die Gemeinde Ilsede für die Sanierung des Turms keine Mittel bereitstellen könne. Ein entsprechender Ratsbeschluss liege vor. „Der Zukunftsvertrag zur Fusion lässt der neuen Gemeinde Ilsede in dieser Hinsicht keinerlei Spielraum“, betont er.

Der Plan, den Turm an die Stiftung Industriekultur zu übertragen sei von der Stiftungsaufsicht des Landes wegen Zweifeln an der Leistungsfähigkeit der Stiftung abgelehnt worden. Zudem zeigten bereits vorliegende Gutachten, dass die Standsicherheit von Jahr zu Jahr weiter abnehme. Die Gutachten bezifferten die Kosten für die Sanierung auf über eine Million Euro.

Die Forderung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, dass ein Gutachten auf jeden Fall erforderlich sei, sei bisher nur im Gespräch erhoben worden. Auf diese Forderungen dürfe nicht mit vorauseilendem Gehorsam eingegangen werden, betont Meldau. „Zumindest ein rechtswirksamer Bescheid sollte für den Beschluss, ein erneutes Gutachten anzufordern, vorliegen. Wenn dazu ein Abrissantrag erforderlich sein wird, sollte er gestellt werden.“

Die Ratsfraktionen von SPD sowie Grünen sehen das anders. „Wir brauchen das Gutachten in jedem Fall“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Busse. Er persönlich würde den Turm gern erhalten und ihn dafür in eine private Trägerschaft geben. So entstehe der Gemeinde Ilsede kein Schaden. „Zur Sicherheit würde dann dem Träger das für den Abriss zurückgestellte Geld zur Verfügung gestellt.“ Auch die Grünen sehen das Gutachten als notwendigen Schritt an: „Wir knüpfen daran die Hoffnung, dass der Turm besser erhalten ist, als befürchtet“, erklärt Fraktionschefin Stefanie Weigand. Ein Abriss wäre sehr bedauerlich, denn der Turm sei ein Wahrzeichen einer wichtigen historischen Epoche der Region. Die CDU/Baum-Gruppe wird über das Thema am kommenden Montag in einer Fraktionssitzung diskutieren.

Gerhard Monitzkewitz vom Freundeskreis Kugelwasserturm betont: „Eine mögliche Variante, um der Gemeinde die Last abzunehmen, ist die Abgabe des Turms in eine private Trägerschaft.“ Dann stehe der Freundeskreis bereit, um Verantwortung zu übernehmen und Sanierungskonzepte mitzuerstellen. Er erklärt: „Ich habe einige namhafte Sponsoren gefunden, deren Namen ich aber noch nicht nennen darf, da es keinen Beschluss über den Erhalt des Turms gibt.“

mir

  • Letztendlich entscheidet der Rat der Gemeinde am 9. Juli, ob das Gutachten erstellt wird.
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