Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Abkürzungs-Streit schwelt weiter

Ilsede Abkürzungs-Streit schwelt weiter

Groß Ilsede. Für großen Wirbel sorgt weiterhin die Sperrung der Heinrichstraße und deren Parallelstraßen. Nachdem es bereits einen deftigen Leserbrief-Wechsel zu dem Thema gab, erhielt nun eine Anwohnerin einen anonymen Brief - und ist besorgt.

Voriger Artikel
Kulturmatinee in Bülten: Georg Büchner ist Thema
Nächster Artikel
Ölsburg: Löwenburg-Schüler bastelten "Zaunkerle"

Dauerthema: Die PAZ berichtete bereits vor mehr als einem Jahr über die Sperrung der Heinrichstraße.

Quelle: Archiv

Gut ein Jahr ist es her, dass die Zufahrten in die Heinrich-, die Karl- und die Poststraße vom Oberger Weg (K26) aus gesperrt wurden, da Autofahrer die Strecke nutzten, etwa um zu den Schulen zu kommen und damit die stark belastete Gerhardstraße in Ilsedes Zentrum zu umgehen. Vor zwei Wochen kündigte die Ilseder Polizei an, verschärft zu kontrollieren, da viele Autofahrer das Einfahrt-Verboten-Schild ignorieren. Bis dato hatte man es bei Verwarnungen belassen. Nun soll ein Verwarngeld von 20 Euro abschrecken. Das hat Protest hervorgerufen: In einem Leserbrief war von „reiner Schikane“ und von einer „lukrativen Einnahmequelle“ die Rede. Anwohner verteidigten daraufhin erneut die Sperrung.

Zuletzt erhielt eine Anwohnerin aber einen anonymen Brief, dessen „aggressiver Ton“ sie schockierte. Die besorgte Frau zeigte den Brief der Ilseder Polizei. Gerd Niebel, Leiter der Polizeistation, sagte nach dem Blick darauf, dass von Beleidigung zwar nicht die Rede sein könne, „er ist aber grenzwertig!“, so Niebel. Er betont zudem: „Wir werden weiterhin ein Auge auf die Straßen haben.“

Jetzt bittet nochmal eine Anwohnerin um Einsicht. Sie erklärt: Nach einem Ausbau ihrer Straße vor Jahren hatte sich die Zahl der Durchfahrten derart erhöht, dass die Anwohner morgens Mühe hatten, vom Grundstück zu kommen. Und das, obwohl es damals bereits eine Anliegerstraße war, die gar nicht für den Durchfahrtsverkehr in diesem Maße vorgesehen war. „Durch Zeitungsartikel wurde damals oft an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer appelliert. Gebracht hat es nichts“, erinnert sie sich. Das habe auch die Verwaltung erkannt und schließlich die Zufahrt gesperrt.

Besonders Eltern, die ihre Kinder auf diesem Weg zur Schule bringen, bittet sie nun, ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden: „Wer mal eben und immer wieder ein Einbahnstraßenschild ignoriert, suggeriert doch, das Regeln und Gesetze, die der eigenen Bequemlichkeit im Wege stehen, nicht eingehalten werden müssen.“ Und nicht zuletzt erhöhen Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, ja auch das Verkehrsaufkommen, dass sie umfahren wollen, argumentiert sie. Das Problem der überfüllten Busse wolle sie dabei gar nicht abstreiten: „Vielleicht sollte man mit zuständigen Stellen nach Lösungen suchen oder einen Bus früher fahren“, schlägt sie vor und appelliert: „Mag für den einen ein Verbot unsinnig sein, ist es für den anderen sinnig.“

sip

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung