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500000 Euro für die Hähnchenmast

Klein Solschen 500000 Euro für die Hähnchenmast

Mindestens fünf Hähnchenmast-Anlagen sollen in den kommenden Monaten im Peiner Land entstehen – eine davon nahe Klein Solschen. Landwirt Christoph Ehlers erklärt im PAZ-Gespräch, warum er den Stall bauen möchte.

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So ähnlich könnte die Mastanlage in Klein Solschen aussehen. Der Innenraum bietet Platz für knapp 40000 Hähnchen.

Quelle: privat

Ilsede-Solschen . „Das Einkommen aus dem Ackerbau ist im vergangenen Jahr um 18 Prozent gesunken“, sagt Landwirt Christoph Ehlers, der direkt vor seiner Haustür in Klein Solschen eine Hähnchenmast-Anlage betreiben möchte. „Diese Einbußen müssen wir irgendwie ausgleichen.“ Und da Ehlers in einer Legehennen-Anlage gelernt und bis vor drei Jahren noch Milchkühe gezüchtet hat, kam der Solschener auf die Idee mit der Mastanlage.

Eine Idee nicht ohne Risiko. Denn am Anfang steht eine hohe Investitionssumme. Etwa eine halbe Million Euro kosten der Bau und die erste Bestückung der Anlage. Und dann soll das Geschäft mit den Masthähnchen nur rentabel sein, wenn man äußerst akkurat arbeitet. Denn nur etwa 7 Cent verdiene ein Betreiber an einem Tier.
Ein großes Risiko ist auch die Außenwirkung des Betriebes. Viele Anwohner fürchten zunehmende Belastungen durch Gerüche, Feinstäube und Lärm aus den Betrieben. Dem will Ehlers frühzeitig entgegentreten. „Wir werden Mitte oder Ende Januar zu einer Infoveranstaltung einladen“, erklärt der Landwirt. Dort möchte Ehlers den Ängsten aus der Bevölkerung entgegentreten.

So werde sich zum Beispiel der Zuliefer-Verkehr in Grenzen halten. Ehlers rechnet damit, dass innerhalb von sechs Wochen etwa zwölf Fahrzeuge die Anlage ansteuern werden. Eine im Zusammenhang mit Mastanlagen auch immer wieder gehörte Klage ist der Gestank des auf die Felder ausgebrachten Kots der Tiere.
„Wir werden den Mist vorschriftsmäßig einarbeiten und dabei auch immer auf die Windrichtung achten“, versichert der Landwirt. Außerdem habe er in der Vergangenheit auch schon Hühnermist auf die Felder gestreut, den er sich extra hatte anliefern lassen. „Da gab es eigentlich nie Beschwerden“, sagt der Klein Solschener.

Beschwert haben sich die Solschener auch noch nicht über die geplante Mastanlage, sagt Ortsbürgermeister Günther-Georg Mohrholz. „Mich haben noch keine besorgten Bürger angerufen“, sagt der Sozialdemokrat. Er sei aber bereit, eine Vermittlerrolle einzunehmen, sollte es noch zu Streitigkeiten über die Anlage kommen. „Aber unser Dorf ist noch sehr landwirtschaftlich geprägt“, erklärt Mohrholz. „Wir wissen, dass bestimmte Gerüche sich nicht immer vermeiden lassen.“

Landwirt Ehlers hofft, dass die Solschener Verständnis für den Stallbau zeigen. Denn der Zeitplan ist eng getaktet. Derzeit werde der Bauantrag geprüft und im März oder April möchte Ehlers schon bauen. Im Sommer soll die Mastanlage in Betrieb gehen.

Tobias Mull

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