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25 Jahre NoWi-Keramik Klein Ilsede: Neben Tonfigur und Glasur kommen auch Probleme auf den Tisch

Ilsede 25 Jahre NoWi-Keramik Klein Ilsede: Neben Tonfigur und Glasur kommen auch Probleme auf den Tisch

Klein Ilsede. Strahlend bunt springt es einen förmlich an, wenn man das Atelier von Ina Wirth und Sabine Nordmann in Klein Ilsede betritt.

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Seit 25 Jahren bieten Ina Wirth (links) und Sabine Nordmeyer Kurse in Sachen Keramik an - der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Quelle: hui

Pilze, Engel, Zwerge, Teddys, Katzen, Hunde und Gartenkugeln drängeln sich auf den Regalen in dem schmalen Gang, der ins Allerheiligste führt: den Kreativ-Raum. Denn dort, zwischen weiteren Regalen mit gefühlt Millionen von Rohlingen und Trillionen an Farbbechern, entstehen am großen Arbeitstisch diese Tiere, Pflanzen und anderen Dinge aus Ton, und hier erhalten sie auch den letzten Schliff oder besser gesagt: das Finish.

Doch die Damen Nordmeyer und Wirth, besser bekannt als NoWi, behalten diese Sachen beileibe nicht für sich, im Gegenteil: Sie haben so viele davon, dass sie sie auf Messen und Märkten verkaufen. Und weil auch andere gerne tönerne Tiere töpfern möchten, bieten sie Kurse an - seit 25 Jahren. Einer davon findet regelmäßig Mittwoch abends im Kreativraum statt: Neun Frauen stellen mit Gießton in einer Form ihre Rohlinge her und bemalen sie nach dem Trocknen und Brennen mit verschiedenen Farbglasuren. Nach dem zweiten Brand bei 1015 Grad sind die Objekte fertig und können verschenkt oder zur Verschönerung von Haus und Garten eingesetzt werden.

„Wir hatten vor etwa 30 Jahren zufällig nebeneinander gebaut und haben gemeinsam einen Töpferkurs besucht - was man als Hausfrau halt so macht“, lacht Ina Wirth. Doch die gelernte Aufbaukeramik brachte zu Hause nicht die gewünschten Resultate. Per Zufall entdeckten sie im Bastelladen Gießton und die dazu gehörigen Formen. Freundinnen und Bekannte wollten auch mitmachen, und so war der Nordmeyersche Küchentisch blockiert, bis das Keramikteam auf den Dachboden zog. Doch auch dort wurde es bald zu eng, die Kurse wurden Selbstläufer, und so bauten die beiden Familien einfach noch einmal nebeneinander. „Das gemeinsame Kelleratelier haben wir gleich eingeplant“, sagt Ina Wirth.

Dort geht es in den Kursen neben aller Kreativität auch manchmal um sehr persönliche Dinge wie Ärger und Stress in der Familie oder auf der Arbeit, Liebe, Enttäuschung, Krankheit und Tod. „Ihr seid so etwas wie die Spinnstube der Neuzeit“, habe die Jugendpflegerin Brigitte Ebeling mal gesagt, erzählt Sabine Nordmeyer.

Die Freundinnen freuen sich über die vertrauliche Atmosphäre in ihren Gruppen, aus denen selbstverständlich nichts nach außen dringt - Diskretion ist Ehrensache.

Die Familien haben sich mit dem etwas ausufernden Hobby arrangiert und sind es gewohnt, sich zwischen Büsten, Bechern und Blumenkränzen aus Keramik zu bewegen. Beim Tag der offenen Tür am kommenden Sonnabend, 2. August, werden alle mit anpacken. Ansonsten machen die beiden Frauen ihr Ding. Sabine Nordmeyer bringt es auf den Punkt: „Das ist unser Beruf und unsere Berufung!“

Der Tag der offenen Tür findet am kommenden Sonnabend, 2. August, von 12 bis 18 Uhr am Asser Ring 2 B/C in Klein Ilsede statt.

hui

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