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200 Bürger gegenüber 30 rechten Demonstranten

Groß Lafferde 200 Bürger gegenüber 30 rechten Demonstranten

Groß Lafferde. Zu einer von der Partei „Die Rechte“ initiierten Demonstration gegen die Asylbewerber in der Sammelunterkunft der Gemeinde Ilsede kamen gestern rund 30 überwiegend junge Rechte. Das ist die schlechte Nachricht.

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Rund 30 Rechte beteiligten sich an der Demonstration vor dem Asylbewerberheim. Als Vorwand für die Veranstaltung diente der Tierschutz: Asybewerber hätten angeblich Tiere gequält.

Quelle: wos

Groß Lafferde. Und die Gute: Ihnen stellten sich bei einer vom „Peiner Bündnis für Toleranz“ organisierten Gegenkundgebung mehr als 200 Bürger entgegen.

Diese brauchten aber zunächst einiges an Geduld und Stehvermögen: Erst passierte gar nichts, außer dass der Himmel pünktlich zum Beginn der Kundgebung um 17 Uhr seine Schleusen öffnete und es wie aus Kübeln schüttete.

Die ersten beiden Stunden sorgten die Samba-Aktivisten der Braunschweiger Formation Sambattac musikalisch für Stimmung. Dazu gab es zahlreiche Reden, die alle eine inhaltliche Ausrichtung hatten: In Deutschland sollen die Flüchtlinge, die teils Schreckliches erlebt haben, willkommen sein und eine neue Heimat finden.

„Trauen die Rechten sich wohl her?“ Dies war die Frage, die sehr häufig zu hören war. Gegen 19 Uhr kam Unruhe auf. Etwa 20 rechte Sympathisanten hätten sich in Groß Lafferde getroffen und auf den Weg zum Asylbewerberheim gemacht, hieß es. Und tatsächlich: Gegen 19.10 Uhr trafen sie ein und wurden von den zahlreichen Polizisten, die im Einsatz waren, an ihre Versammlungsstätte auf der Straßenseite gegenüber der Unterkunft geleitet. Die Gegendemonstranten taten dabei lautstark ihren Unmut kund.

Die Rechten rollten ein Transparent aus, auf dem auf den vorgeblichen Grund für die Demonstration hingewiesen wurde: Angeblich hätten sich Asylbewerber aus Groß Lafferde der Tierquälerei schuldig gemacht.

Von den Reden zu verstehen war nichts: Die Gegendemonstranten machten mit Instrumenten, Trillerpfeifen und ihren Stimmen einen solchen Lärm, dass alles übertönt wurde. Dabei bildeten sie entlang der Bundesstraße 1, die für den Autoverkehr gesperrt war, quasi eine menschliche Mauer vor der Unterkunft der Flüchtlinge.

Gegen 20 Uhr machten sich die rechten Demonstranten wieder auf den Weg nach Groß Lafferde, und auch die Gegenkundgebung löste sich auf.

wos

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