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100 Flüchtlinge kamen an der Gebläsehalle an

Ilsede 100 Flüchtlinge kamen an der Gebläsehalle an

Kreis Peine. Der Flüchtlingszustrom im Peiner Land hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Freitagabend kamen rund 100 Flüchtlinge mit zwei Bussen an der Ilseder Gebläsehalle an, die der Landkreis Peine per Amtshilfe für das Land Niedersachsen praktisch über Nacht als Erstaufnahmestelle eingerichtet hatte.

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Ankommende Flüchtlinge im Zelt vor der Halle. Dutzende Helfer waren gestern bei der Erstaufnahmestelle im Einsatz.

Quelle: Lieb (2)

Bis zum kommenden Donnerstag werden dort 200 weitere Flüchtlinge erwartet. Peines Bürgermeister Michael Kessler appelliert unterdessen an die Bevölkerung, in dieser schwierigen Lage zusammen zu stehen.

Aus den Bussen wurden die aus einer Einrichtung in Braunschweig gebrachten Flüchtlinge gestern Abend durch ein Zelt geschleust. Dort gab es für jeden eine Flasche Wasser und einen kleinen Snack, bevor in einem weiteren Zelt eine ärztliche Sichtung stattfand, bei der auf Verletzungen oder auch Krankheiten hin untersucht wurde.

Im Anschluss stellten Mitarbeiter der Ausländerbehörde die Identität der Personen mit Hilfe von Dolmetschern fest, danach wurde ihnen ein Schlafplatz in der Halle zugewiesen. Dort waren im Vorfeld Parzellen mit Bauzäunen eingerichtet worden, ausgestattet mit bis zu elf Feldbetten mit Decken – mehr nicht. „Hier geht es um die Vermeidung von Obdachlosigkeit“, erklärte Thorsten Radigk vom Fachdienst Ordnungswesen, Abteilung Bevölkerungsschutz, beim Landkreis, den Unterschied zu einer Dauer-Unterkunft für Flüchtlinge.

Die Verpflegung übernimmt über das Wochenende das DRK, im Anschluss eine Firma. Geordert sind einfache Gerichte wie Suppen. Ein Sicherheitsdienst sorgt vor Ort für Ordnung. Es seien permanent mindestens rund 15 Kräfte abgestellt. Zusätzlich gab es gestern Verstärkung von der Peiner Polizei. Diese wird laut Polizei-Chef Thorsten Kühl zwar nicht permanent vor Ort sein, ihr zur Verfügung stehendes Personal aber vorerst aufstocken.

Vor dem Eintreffen der ersten Flüchtlinge machte sich Landrat Franz Einhaus (SPD) persönlich ein Bild in der Gebläsehalle. Den ehrenamtlichen Helfern, die innerhalb eines Tages alles vorbereitet haben, sprach er ein großes Dankeschön aus: „Das war wirklich eine logistische Meisterleistung.“

mic

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