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10-String-Orchestra ließ klangliche Saat aufblühen

Besonderes Konzert in Alter Stellmacherei 10-String-Orchestra ließ klangliche Saat aufblühen

Das Schöne am allüberall dauerrieselnden musikalischen Mainstream ist, dass man ihm entkommen kann. „Man“, das war das Publikum, das sich vorausschauend rechtzeitig in Jutta Reutings ausgebuchter Alter Stellmacherei in Gadenstedt angemeldet hatte, um sich durch Klangzauberei auf zehn Saiten von Stephan Bormann (Gitarre) und Kontrabassist Tom Götze in eine bessere Welt zu wünschen.

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Stephan Bormann (Gitarre) und Kontrabassist Tom Götze verzauberten das Publikum in der Alten Stellmacherei.

Quelle: Foto Ulrich Jaschek

Gadenstedt. Die beiden Musikprofessoren aus Dresden klinken sich als 10-Strings-Orchestra hingegen mutig aus dem aus, was die Musikindustrie derzeit als erfolgreich vermarktbar vorgibt und trafen auf wohlwollend empfangsbereite Ohren.

Und wieder einmal wandelte sich die ehemalige Werkstatt zu einem gemütlichen Nischenplatz für klanglichen Ackerbau, und die Gäste lauschten dem Aufblühen einer Klangsaat, deren Früchte sich schließlich als saftig, würzig und bissfest erwiesen.

Nun kann man nicht sagen, dass die beiden Saitenartisten das Melodienrad neu erfunden haben. Wer ihre Musik lediglich an sich vorbeifließen lässt, der empfindet sie als recht ähnlich. Wer allerdings genauer hinhört, erkennt, dass hier Bewährtes und Selbstgemachtes zu einer instrumentalen Kombination gefügt wird, die ihresgleichen sucht.

Bormanns und Götzes Anspruch ist, dass das Publikum die Kompositionen des Duos im Kern als bekannt wahrnimmt, bei den stark verfremdeten Klassikern aus Pop, Rock und Jazz neben aller Zuhörfreude hingegen auch ins Grübeln kommt.

Und so lassen sich die beiden Musiker inspirieren von dem, was es gibt, um es zu dem zu wandeln, was es eben noch nicht gibt.

Beispielsweise „Two for the road“ von Henry Mancini, „Overjoyed“ von Stevie Wonder oder auch Michael Jacksons „Bad“ als einen klanglichen Performance-Ritt, bei dem die musikalische Leidenschaft nur so schäumt - sowohl auf der Bühne als auch im Parkett.

Und wenn Götze Eric Clapton mit seiner Eigenkomposition „Eric would like it“ mit dem Kontrabass bejubelt, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Überhaupt: Götze, die Überraschung des Abends. Der Kontrabass scheint ihm wie angewachsen, er schluchzt für ihn, knattert, brummt, weint und lacht. Götze umarmt, tätschelt und liebkost ihn. Mit dem kongenial aufspielenden Bormann und seiner Gitarre ist er stets in musikalischer Zwiesprache - in der Mitte ihrer musikalischen Welten, wie sie formulieren.

In die Mitte ihres Publikums segeln sie klanglich mit einer wie gehauchten Version des improvisierten von „Wenn ich ein Vöglein wär’“ und bei Bachs wie geatmet getupften „Air“ hält das Publikum den Atem an - und entlädt seine Freude in langem Beifall.

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