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10 000 Euro für den Kugelwasserturm

Groß Ilsede 10 000 Euro für den Kugelwasserturm

Groß Ilsede. Abreißen oder sanieren? Diese Frage ist beim Ilseder Kugelwasserturm nach wie vor ungeklärt. Nun deuten sich neue Entwicklungen an.

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Der Kugelwasserturm.

Quelle: A

Mehr als 10 000 Euro hat der Freundeskreis Kugelwasserturm innerhalb von drei Monaten von rund 250 Spendern für den Erhalt des sanierungsbedürftigen Bauwerks gesammelt, berichtet Sprecher Gerhard Monitzkewitz. Und die Spenden-Aktion geht weiter.

Nach wie vor verfolgen die Turm-Freunde das Ziel, das Industriedenkmal etappenweise zu sanieren. Das nötige Geld dafür wollen sie einwerben: 100 000 Euro jährlich, zehn Jahre lang. „Wir können den Turm ohne Beteiligung der Gemeinde sanieren, das haben wir auch mit der Umformerstation bewiesen“, sagt Monitzkewitz. „Man muss uns nur lassen!“

Dazu haben die Kugelwasserturm-Freunde der Gemeinde Ilsede ein Angebot gemacht. Dieses sieht vor, eine GmbH zu gründen, der der Turm übertragen wird. Als Kapitaleinlage könnten laut Monitzkewitz die 69 000 Euro dienen, die laut Ratsbeschlüssen für einen möglichen Abriss des Turms zur Verfügung stehen. Später dann, nach erfolgter Teilsanierung, solle das Industriedenkmal in das Eigentum der Stiftung „Industriekultur“ übergehen. Diese war im ersten Anlauf am Veto der Landesstiftungsaufsicht gescheitert. „Wir hoffen, dass die Gemeinde das Angebot annimmt. Wir sind bereit, uns mit Geld mit einzubringen“, so Monitzkewitz. Otto-Heinz Fründt, Interimsverwaltungschef der Gemeinde Ilsede, steht diesem Angebot skeptisch gegenüber. „Man braucht eine Sicherheit“, sagt er. „Ich sehe die Gefahr, dass wenn das Geld alle ist, der Abriss am Ende doch auf öffentlicher Hand liegen bleibt.“

Parallel gab es auch Gespräche in Hannover, wie es mit dem Kugelwasserturm weitergeht. Der Gemeinde Ilsede soll über das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege ein Kostenangebot für eine Ist-Analyse des baufälligen Turms vorgelegt werden. Erstellt werden soll das Angebot von Professor Hempel, jenem Statiker, der bereits vor Jahren ein Turm-Gutachten vorlegte.

Die Ist-Analyse sei auch im Falle eines Abrisses nötig, denn sollte die Gemeinde diesen beantragen, müsse sie begründen, dass sie wirtschaftlich nicht dazu in der Lage ist, den Turm zu erhalten, so Fründt.

Die Entscheidung zwischen Abriss und Erhalt des Turms obliegt dem Gemeinderat, der aber wohl nicht vor der Kommunalwahl im April darüber beschließen wird. Und so bleibt das Industriedenkmal auf dem ehemaligen Hüttengelände in Groß Ilsede auf Verfügung des Landkreises Peine zum Schutz vor herabfallenden Teilen weiterhin abgesperrt.

mir

  • Der Freundeskreis Kugelwasserturm hat zwei Spendenkonten eingerichtet: Kreissparkasse Peine, IBAN: DE82252500010018600072 oder Volksbank Peine EG, IBAN: DE96252600101123142400 , Stichwort: Kugelwasserturm.
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