Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Zwischen Hamsterrad und Galgenhumor

Hohenhameln Zwischen Hamsterrad und Galgenhumor

Hohenhameln. „Hetzkasper - zu blöd für Burnout“, so heißt das aktuelle Programm des Kölner Kabarettisten Henning Schmidtke, mit dem er vor Kurzem im Kleinen Theater in Hohenhameln auftrat. Der ideale Spielort, da es tagsüber das Café „Zeitlos“ ist.

Voriger Artikel
Klein Panama: Krippenanbau offiziell eingeweiht
Nächster Artikel
Syrer zeigte bewegenden Film über seine Heimat

Der Kölner Kabarettist Henning Schmidtke trat in Hohenhameln auf.

Quelle: Foto: Antje Ehlers

Hektik, Arbeit und Stress sind in der heutigen Zeit ernstzunehmende Themen. Sich damit auseinanderzusetzen und das Thema von verschiedenen Seiten zu betrachten, hatte Schmidtke zu seiner Aufgabe gemacht - und mit seiner humoristischen Art den Nerv des Publikums getroffen. Gleich zu Beginn sprach er die Botschaft „Wenn wir aus dem Hamsterrad der Hetze raus wollen, dann geht das nur miteinander und nicht gegeneinander“ aus und erntete dafür nach einem Moment der Erkenntnis reichlich Beifall.

Mit Liedern und Geschichten vermochte Schmidtke, teilweise auf zynisch-ironische Art, die etwa 40 Besucher auf eine Reise in seine Gedankenwelt mitzunehmen. Dabei zeigte er nicht nur schauspielerisches oder gesangstechnisches Talent, etwa bei der Imitation von Dieter Bohlen, Udo Lindenberg oder Herbert Grönemeyer, sondern stellte auch am E-Piano sein musikalisches Talent unter Beweis.

Eine Frage, die Henning Schmidtke immer wieder stellte, war die nach Leistung und ihrer Messbarkeit. Auf sehr unterschiedliche Sichtweisen suchte er nach Antworten und kam dabei auf den Zusammenhang zwischen Leistung und Zeit. Immer schneller immer mehr schaffen zu wollen, sei etwas, dass sich negativ auf den Menschen und seine Umgebung auswirke.

Trotz der im Grunde ernsten Thematik des Abends schaffte es der Kabarettist, sein Publikum ohne erhobenen Zeigefinger und mit viel Galgenhumor zum Nachdenken und mehr Bewusstsein für das Gegenwärtige anzuregen. Er belegte Geschichten aus dem Alltag immer wieder mit Fakten. „Nichts von anderen einreden lassen, sondern in sich hinein hören und das eigene Tempo leben“, gab er als Tipp für Entschleunigung mit auf den Weg. „Es war ein kurzweiliger und teilweise sehr tiefsinniger Abend“, fasste Isabel Rengers aus Ilsede ihren Eindruck des Abends zusammen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hohenhameln

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung