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Zuckerverlade weicht Fachwerkhaus

Equord Zuckerverlade weicht Fachwerkhaus

Equord bricht sich Bahn: Erst lässt die Gemeinde Hohenhameln den alten Kindergarten und das frühere Schulgebäude für den Neubau der Kindergartens abreißen, jetzt verschwindet die alte Zuckerverladestation an der Rosenthaler Straße. Dort soll ein Fachwerkhaus entstehen, neugebaut nach alten Vorlagen.

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Die ehemalige Rübenverladestation in Equord ist abgerissen worden. Ein neues Fachwerkgebäude soll hier entstehen.

Quelle: cb

Hohenhameln-Equord . Maroder Backsteinbau, zerbrochene Fenster, bröckeliger Gesamtzustand und gefährlich für spielende Kinder: Die alte Zuckerverlade an der Rosenthaler Straße in Equord ist nicht mehr. Familie Westphal, die Eigentümer des Grundstücks, haben das frühere Wirtschaftsgebäude abbrechen lassen, um Platz für ein Fachwerkhaus aus eigener Werkstatt zu schaffen, schließlich ist Andreas Westphal selbstständiger Zimmerermeister.
„Einen Zeitplan gibt es noch nicht“, sagte der Equorder auf PAZ-Anfrage, „aber der Bagger stand gerade auf dem Kindergartengrundstück und da hat er die Zuckerverlade gleich mit abgerissen.“ Der Schutt ist auch schon abgefahren. Der eigentliche Equorder Bahnhof steht aber noch.

Die alte Bahntrasse der ehemaligen Hildesheim-Peiner-Kreiseisenbahn, die bis Hämelerwald führte und dem wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde Hohenhameln in den 1890er-Jahren geschuldet war, ist überbaut worden. „Kreis- und Bogenbahn“ hieß sie im Volksmund. Und das kam so:

In den Jahren 1850 bis 1860 war die Verkoppelung in der Hohenhamelner Gegend abgeschlossen, die Felder hatten Drainage zur Entwässerung bekommen und die Voraussetzungen für den Zuckerrübenanbau auf dem Lößboden der Hildesheimer Börde waren ideal. „Bereits in den 60er Jahren entstanden in der Umgebung mehrere Zuckerfabriken, die jedoch wegen der wenigen und ungenügenden Verkehrswege von hier aus in der nassen Jahreszeit schlecht oder gar nicht mit schweren Rübenfrachten zu erreichen waren“, hatte der damalige Vorstandsvorsitzende der Zuckerfabrik Hohenhameln, Heinrich Boes, in der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum der Hohenhamelner Zuckerfabrik im Jahr 1925 geschrieben.

Neben den Werken in Hohenhameln und Clauen entstand eine weitere Fabrik in Equord. Die Landwirte fuhren mit ihren Gespannen in die Zuckerverlade hinein, luden auf ein Transportband ab und fuhren wieder heraus. Die Massengüter Rübe und Zucker kamen auf die Kreis- und Bogenbahn, die wegen ihrer Trassenführung so genannt wurde. Die Stadt Peine hatte sich, verkürzt gesagt, gegen eine Anbindung der Strecke an ihren Bahnhof gewehrt, also verschwenkten die Konstrukteure die Bahn nach Hämelerwald. 1897 wurde sie in Betrieb genommen, 1965 stillgelegt. Das Zuckergeschäft war nach Lehrte verlagert worden. Etwa 40 Jahre stand die Zuckerverlade leer, sagte Westphal.

Michael Schröder

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