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Zu wenig Kindergartenplätze in Hohenhameln?

Anmeldungen stark gestiegen Zu wenig Kindergartenplätze in Hohenhameln?

Carolin Tomkowiak aus Hohenhameln ist sauer: „Wir suchen zum August einen Kindergartenplatz für unseren Sohn, aber überall wird gesagt, es sei kein Platz frei. Das kann doch nicht sein!“ In Hohenhameln gebe es einfach zu wenig Plätze, bemängelt die junge Mutter.

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Kindergartenkinder beim Spielen.

Quelle: dpa

Hohenhameln. Die Mutter ist ebenso wie ihr Mann berufstätig und unbedingt auf eine Kinderbetreuung angewiesen. Derzeit kümmert sich eine Tagesmutter um den Kleinen, doch wenn er im Sommer drei Jahre alt wird, ist er nach Ansicht der Eltern in einem Kindergarten unter Gleichaltrigen besser aufgehoben.

In acht Tagesstätten - auch in den Nachbarkommunen Ilsede und Peine und Hildesheim - haben die Eltern bereits nachgefragt, doch bisher gab es aus allen Kindergärten Absagen. Natürlich bevorzugen die Eltern eine Unterbringung in der näheren Umgebung, damit ihr Sohn sich am Nachmittag mit Freunden zu treffen kann.

Auf Nachfrage der PAZ sagte der Hohenhamelner Bürgermeister Lutz Erwig (SPD): „Vor zwei bis drei Jahren hatten wir noch etliche Kindergartenplätze frei. Seither hat sich die Situation deutlich verändert, unter anderem, weil immer mehr Mütter arbeiten gehen. Wir merken das an den deutlich steigenden Anmeldezahlen bei den Kindergärten.“ Dies habe zur Folge, dass aktuell kaum Plätze vorhanden sind.

„Wir hoffen, dass die neue Kita in Mehrum zum Ende des Jahres fertig sein wird und zur Entspannung der Situation beiträgt. Wenn wir allerdings merken, dass auch nach der Vergabe dieser Plätze immer noch ein großer Bedarf besteht, werden wir uns anschließend um die Schaffung weiterer Plätze kümmern“, betonte Erwig.

Wenn Eltern ihre Kinder aus Platzmangel außerhalb der Gemeinde in anderen Kindergärten (zum Beispiel in der Kita Rautenberg in der Gemeinde Harsum) unterbringen müssen, übernimmt die Gemeinde Hohenhameln die Kosten. Das gleiche gilt für eine Tagesmutter.

Die Kindergartenplätze selbst werden nach bestimmten Kriterien vergeben, sagte Erwig. Hierfür müssten bestimmte Sozialkriterien erfüllt werden. Das bedeute, dass zum Beispiel Kinder, deren Eltern beide Vollzeit arbeiten, eher einen Platz bekommen, als Kinder, die den Tag über von den Eltern betreut werden könnten. Aber auch andere Faktoren würden eine Rolle spielen.

„Eltern haben uns auch schon mit dem Rechtsweg gedroht, wenn wir keine Möglichkeit finden, ihre Kinder unterzubringen. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz ist aber eigentlich Sache des Landkreises, der diese Aufgabe an die Gemeinden übertragen hat. Der Rechtsanspruch muss also beim Landkreis eingefordert werden“, so Erwig.

 lak

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