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Wo Darth Vader harte Nüsse knackt

Hohenhameln Wo Darth Vader harte Nüsse knackt

Hohenhameln. Das Familienunternehmen Steinbach in Hohenhameln ist der größte deutsche Hersteller von traditionellen Nussknacker-Figuren. Besonders gefragt sind sie von Sammlern in den USA.

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Karla (links) und Karolin Steinbach.

Quelle: Emily Wabitsch

Der schwarze Weltraumritter Darth Vader knackt weihnachtliche Nüsse ebenso wie Micky Maus, der große US-Präsident Abraham Lincoln oder Indianerhäuptling Sitting Bull: Bei hölzernen Nussknackerfiguren als beliebtem Weihnachtsschmuck sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Das Traditionsunternehmen Steinbach in Hohenhameln bietet derzeit 350 verschiedene Figuren aller Größen und Farben an, darunter sehr viel amerikanische Motive. „Wir setzen 90 Prozent unserer Produkte in den USA ab“, verrät Karla Steinbach, die das Familien-Unternehmen mit ihrer Tochter Karolin in sechster und siebter Generation leitet. Die beiden sind gerade von einer großen Signier-Tournee aus den USA zurückgekehrt.

Deutsches Brauchtum kommt in den USA gut an, der Name Steinbach ist fast schon Kult. Es gebe dort Tausende passionierte Nussknacker-Sammler und sogar einen Steinbach-Fanclub mit 1500 Mitgliedern, berichtet Karla Steinbach. Mit Blick auf diese Sammler werden die Auflagen vieler Figuren limitiert und gezielt Serien herausgebracht - etwa über amerikanische Präsidenten, Bürgerkriegsgeneräle und Indianerhäuptlinge oder zu Hollywoodfilmen wie „Star Wars“ oder „Der Zauberer von Oz“.

„Es werden hohe Preise für rare Sammlerstücke gezahlt“, erzählt die Tochter: etwa 6500 Dollar für ein seltenes Känguru oder 5000 Dollar für den mystischen Zauberer Merlin. Mit dem Disney-Konzern wurde jetzt ein Lizenzvertrag vereinbart, nach dem Disney-Figuren von Steinbach bei Disney World verkauft werden.

„Wir können uns gegen billige Kopien und Plagiate vor allem aus China nur mit Qualität in der Gestaltung und in der Fertigung, mit Kreativität und einer Markenstrategie behaupten“, betont die Firmenchefin in diesem Zusammenhang.

Ihr Unternehmen sei zwar eine kleine Fabrik, aber es werde alles noch in Handarbeit produziert. Jede Figur besteht aus bis zu 150 Teilen und durchläuft in sechs Wochen mehrere Fertigungsbereiche, in denen Drechsler, Schreiner, Maler oder Schneider Hand anlegen. Allerdings gebe es zunehmend Probleme, Auszubildende für den Beruf des Holzspielzeugmachers zu finden.

dpa

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