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Wirtschaftsminister besuchte Kraftwerk Mehrum

Mehrum Wirtschaftsminister besuchte Kraftwerk Mehrum

Mehrum. Der Niedersächsische Wirtschaftsminister, Olaf Lies (SPD), war Donnerstag zu Besuch bei einer Betriebsversammlung im Kraftwerk Mehrum. Er sprach mit 50 Mitarbeitern des Werks über erneuerbare und konventionelle Stromerzeugung, die Energiewende und das Kraftwerk in Mehrum.

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Die Belegschaft des Kraftwerks Mehrum hatte zahlreiche Fragen an Niedersachsens Wirtschaftsminister.

Quelle: js

Fast ein halbes Jahr ist es her, als die Belegschaft des Kraftwerks Mehrum mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit ging, in dem sie über die Angst über den Verlust der 130 Arbeitsplätze berichtete (siehe Info-Text). Als Reaktion darauf war nun auch Landeswirtschaftsminister Lies zu Gast in Mehrum. Der ist ausgewiesener Experte: Lies ist Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur.

Beim Ziel der Energiewende, bis zum Jahr 2050 80 Prozent der Energie aus erneuerbaren Ressourcen zu bedienen, müsse auch im Fokus stehen, dass die Energie für Wirtschaft und Endverbraucher bezahlbar bleibe. „Die Netzstabilität ist ebenfalls ein wichtiger Punkt und natürlich der Erhalt von Arbeitsplätzen“, sagte Lies. Der Weg führe eher hin zu einem Kapazitäts-, als zu einem reinen Strommarkt.

Die Mitarbeiter erzählten Lies während der Diskussionsrunde von ihren Sorgen und über die Unsicherheit. „Wir wollen alle die Energiewende, aber doch in Maßen und nicht überstürzt“, gab ein Kraftwerks-Mitarbeiter zu bedenken. Oder: „Es heißt immer, wir wollen in Deutschland Strom ohne Atom und Kohle. Aber wenn das nicht geht, kaufen wir genau diesen Strom aus dem Ausland nach. Das ist doch absurd.““

Lies nahm die Bedenken der Mehrumer Belegschaft ernst. „Es darf nicht sein, dass wegen diesem Thema eine politisch motivierte Debatte geführt wird. Stattdessen müssen wir auch eine Zahlendebatte führen, bevor letztendlich eine Entscheidung gefällt wird, wie die Energiewende ablaufen soll“, sagte der Minister. Niedersachsen müsse bei den Überlegungen, wie die Ziele der Energiewende umgesetzt werden können, vorangehen.

„Wir brauchen Verlässlichkeit für die Betreiber von Kraftwerken, für die Wirtschaft und für die Endkunden“, sagte Lies. Fest stehe eines besonders, betonte der Minister mehrfach: „Es gibt nicht gute oder böse Energie. Die Energiewende wird nur mit konventioneller und regenerativer Energie funktionieren.“

js

Info - Der Offene Brief und die Resonanz:

Ende Juli vergangenen Jahres versandte die Belegschaft des Kraftwerks Mehrum einen offenen Brief, in dem sie ihre Sorgen um die Zukunft des Kraftwerkes ausdrückten. Die Befürchtung: Weil Investoren und Anteilseigner vor dem Hintergrund der Energiewende verunsichert seien, könnten Investitionen ausbleiben und das Werk stehe schon vor der geplanten Schließung im Jahr 2023 vor dem Aus. Das Schreiben ging an Politiker aller Parteien, vom Ortsbürgermeister bis zu Bundesministern und der Kanzlerin, an Energieversorger, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände.

Die überregionale Resonanz blieb überschaubar. Dennoch zogen die Verantwortlichen um den Betriebsratsvorsitzenden Rainer Rettberg-Berkowsky ein positives Fazit. Gerade regional und auf Landesebene gab es zahlreiche Rückmeldungen auf den Offenen Brief, immer wieder besuchten Politiker das Mehrumer Kraftwerk. Darunter waren die FDP-Landtagsabgeordneten Björn Försterling und Sylvia Bruns, der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller aus Braunschweig und SPD-Bundestagsabgeordneter Bernd Westphal aus Hildesheim.

Donnerstag besuchte der Niedersächsische Wirtschaftsminister, Olaf Lies, die Belegschaft, für Februar hat sich Dr. Stefan Birkner (FDP) angekündigt.

js

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