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Wird die Biogas-Anlage erweitert?

Hohenhameln-Harber Wird die Biogas-Anlage erweitert?

Harber . An der Biogas-Anlage in Harber soll ein Regenrückhaltebecken gebaut werden - dafür muss aber erst der Flächennutzungsplan für das Grundstück geändert werden. Der Ortsrat ist nicht sicher, ob er dem zustimmen will: In der Sitzung am Donnerstagabend haben sich die Politiker Bedenkzeit erbeten und die Entscheidung vertagt.

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Die Biogas-Anlage in Harber soll erweitert werden.

Quelle: A/cb

Carsten Bartels, Landwirt aus Harber und einer der Betreiber der Anlage, hatte dem Ortsrat die Gründe für die Erweiterung erklärt. „Der Gesetzgeber hat uns die Einleitung des Oberflächenwassers von unserer Anlage untersagt - im Nachhinein, wohlgemerkt“, betonte er. Weil auf dem Grundstück große Mengen Mais, Rindermist und Hühnerkot lagern, nimmt das Regenwasser viel Dreck auf - deshalb darf es nicht direkt in den Kanal fließen. „Derzeit leiten wir das Wasser in unseren Gärrestbehälter“, so Bartels. „Der ist dadurch aber immer relativ voll.“

Künftig soll der Schlamm in einem kleinen Becken aufgefangen werden. Das restliche Wasser soll in ein 1,25 Meter tiefes Regenrückhaltebecken fließen - einen künstlichen Teich, der auch mit Schilf bepflanzt wird. „Dadurch wird das Wasser gereinigt und wir können es abgeben“, erklärt Bartels. Das gesäuberte Wasser soll dann in ein größeres Regenrückhaltebecken abfließen, das sich am Ortsrand von Harber befindet.

Genau darin sehen die Politiker ein Problem. Harber leidet regelmäßig unter Hochwasser, erst Anfang dieser Woche ist das Regenrückhaltebecken erneut übergelaufen. Der Ortsrat fürchtet, dass sich das Problem noch verschärfen könnte.

Laut Bartels wird das Becken an der Biogas-Anlage „so dimensioniert, dass der Niederschlag eines ganzen Jahres rein passt.“ Außerdem würde niemals alles auf einmal abfließen.

Die Ortspolitiker sorgen sich aber nicht nur um Hochwasser. Sie fürchten auch, dass das Schlamm-Becken stinken könnte. Bartels stritt das nicht ab: „Es könnte schon sein, dass das so riecht wie unser alter Dorfteich.“ Falls das Becken stinke, könne man es ja überdachen und abdichten, schlug Ortsratsmitglied Ulrich Helwes (SPD) vor.

Ohnehin wird das Becken nicht die letzte Baumaßnahme an der Biogas-Anlage bleiben. „In den nächsten Jahren könnten wir möglicherweise noch einen zweiten Gärrestbehälter brauchen“, sagte Bartels. „Im Moment können wir den Gärrest 180 Tage lang lagern, aber der Gesetzgeber will die Lagerzeit erhöhen.“ Auch ein drittes Fahrsilo könnte nötig werden.

Ob der Flächennutzungsplan entsprechend geändert wird, entscheidet sich wohl erst im Spätsommer. Der Ortsrat hat die Entscheidung auf August vertagt, und auch der Gemeinderat muss noch zustimmen.

Bei einem Tag der offenen Tür können sich die Bürger vorab über die Pläne informieren: Am Sonnabend, 15. Juni, von 13 bis 18 Uhr „kann sich jeder ein Bild vor Ort machen“, versprach Bartels.

sur

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