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Wirbel um interne E-Mails: Kreis-Mitarbeiter beleidigte kritische Bürger

Equord Wirbel um interne E-Mails: Kreis-Mitarbeiter beleidigte kritische Bürger

Equord. Es sind zwei E-Mails, die in Equord für Wirbel sorgen. Ein Landkreis-Mitarbeiter, der für das Vorgehen des Kreises in Fragen der Teich-Sanierung verantwortlich zeichnet, beleidigte kritische Bürger in internen Schreiben: die Rede ist von „Amokläufern“ und „lästiger Meute“. Der Landkreis entschuldigt sich bei den Betroffenen.

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„Landrat halte Wort, schaff’ die Giftbrüh’ fort“ steht auf dem Transparent, dass Equorder Bürger bei der Mahnwache am Kuhteich aufgestellt haben. Der Ärger wegen der zwei Teiche ist weiterhin groß.

Quelle: js

Von Jonas Szemkus

Eine E-Mail erreichte im Dezember den Chef der Peiner Abfallwirtschafts- und Beschäftigungsbetriebe (A+B), Olaf Eckardt. A+B ist das Mutterunternehmen der Peiner Entsorgungsgesellschaft mit Sitz in Stedum - dort war im September ein Feuer ausgebrochen, kontaminiertes Löschwasser war in Equorder Teiche geflossen und hatte letztlich zu den Umweltschäden geführt. Im Schreiben geht es um die Entsorgung des belasteten Schlammes am Kuhteich, der nicht abgesaugt, sondern im Fall der Fälle mit schwerem Gerät ausgebaggert werden müsse. Das sei allerdings mit massiven Geruchsentwicklungen verbunden. „Da möchte ich dann die Amokläufer mal sehen“, endet das Schreiben des Kreis-Mitarbeiters, dessen Name der PAZ bekannt ist.

Die zweite Nachricht ging an Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (siehe unten). Datiert ist sie auf Ende Januar. Die Pumpanlage am Gillteich laufe nun, für weitere Maßnahmen solle ein Gutachter eingeschaltet werden - „dann sind wir die lästige Meute hoffentlich los!“, schreibt der Mitarbeiter vom Fachdienst Umwelt.

Kreis-Pressesprecher Henrik Kühn sagte gestern der PAZ: „Wir bedauern die verbale Entgleisung eines Mitarbeiters außerordentlich und entschuldigen uns für dieses Verhalten.“ Man werde ein Personalgespräch mit dem Mitarbeiter führen, außerdem prüfe der Kreis eventuelle Konsequenzen - also ob der Mitarbeiter nicht mehr für die Teichsanierung in Equord zuständig sein wird oder sogar arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet werden. „Natürlich gehört es nicht zu den bei uns üblichen Umgangsformen, Bürger derart zu bezeichnen“, sagte Kühn. Auch mit kritischen Stimmen dürfe ein öffentlich Bediensteter nicht so umgehen. „Wir erwarten von unseren Mitarbeitern das erforderliche Maß an Souveränität.“ Auch wenn dies nach außen hin funktioniert haben sollte, müsse ohne Abstriche sichergestellt sein, dass die Messlatte auch intern gelte. Der Kreis wolle die Geschehnisse zum Anlass nehmen und seine Mitarbeiter erneut darauf hinweisen, „dass Unhöflichkeiten oder gar Beleidigungen in dienstlichen E-Mails nichts zu suchen haben“.

Reaktionen von Politikern und Anwohnern sowie einen Kommentar von PAZ-Redakteur Jonas Szemkus lesen Sie in der gedruckten PAZ.

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