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Erwig zu Steinbach: „Verlieren einen Leuchtturm!“

Hohenhameln Erwig zu Steinbach: „Verlieren einen Leuchtturm!“

Hohenhameln. Der Verkauf des Nussknacker-Herstellers Steinbach geht nun in die letzte Phase. Wie der Insolvenzverwalter Manuel Sack gestern auf Nachfrage der PAZ mitteilte, sollen noch in dieser Woche die Verträge unterschrieben werden - so zumindest der Plan.

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Das Gelände der Firma Steinbach in Hohenhameln.

Quelle: Archiv

„Spätestens Anfang der nächsten Woche steht dann alles fest“, so Sack. Angaben zum Käufer wolle der Fachanwalt für Insolvenzrecht erst machen, wenn die Verträge unterschrieben sind.

Derweil äußerte sich am Dienstag Lutz Erwig als Bürgermeister der Gemeinde Hohenhameln zum anstehenden Verkauf: „Das ist eine sehr bedauerliche und ärgerliche Nachricht. Natürlich fallen dadurch Arbeitsplätze weg“, so der Politiker.

Für die Gemeinde gibt es zudem mögliche kleinere Einbußen in Bezug auf Steuereinnahmen, doch auch auf einem anderen Gebiet sieht der Politiker jetzt die Gemeinde in der Pflicht: „Wir müssen sehen, wie es mit der Nachnutzung des Geländes aussieht“, sagt Erwig. Es sei schade, dass es so weit gekommen ist. „Die Firma Steinbach hat uns über die Grenzen Hohenhamelns und sogar Deutschlands etwas bekannter gemacht - mit dem Verkauf verlieren wir einen kleinen Leuchtturm unserer Gemeinde“, bedauert der Bürgermeister.

Auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat, Gerhard Schauer, zeigte sich vom Verkauf von Steinbach bestürzt. „Es war ja allen bekannt, dass das Unternehmen insolvent ist, aber dass der Standort in Hohenhameln geschlossen werden könnte, habe ich nicht gedacht. Vor allem für die Mitarbeiter könnte es problematisch werden“, so der Kommunalpolitiker, der nicht glaubt, dass viele das Angebot, an den Standort Marienberg im Erzgebirge zu wechseln, wahrnehmen.

Und auch für die Gemeinde Hohenhameln sei der Verkauf natürlich negativ, so Schauer weiter. „Für die Arbeitskräfte in Hohenhameln ist es wohl das Schlimmste, das passieren konnte. Steinbach war ja immerhin mal ein großer Arbeitgeber, den man zu Fuß erreichen konnte.“

Die Familie Steinbach war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

jaw

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Hohenhameln
Karla (l.) und Tochter Karolin Steinbach mit Nussknackern aus ihrem Sortiment.

Hohenhameln. „Wir können es kaum fassen, dass die ganze Sache jetzt so endet. Bis zuletzt haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich eine Lösung findet“, sagte Karla Steinbach - bis vor Kurzem Geschäftsführerin des Nussknacker-Herstellers Steinbach - zur Insolvenz und dem Verkauf des traditionsreichen Familienunternehmens.

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