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Windkraft: Ausbau kaum noch möglich

Hohenhameln Windkraft: Ausbau kaum noch möglich

Hohenhameln. Heiß diskutiert wird derzeit in Hohenhameln das Thema Windenergie. Während Landwirte und Investoren offen gegenüber dem Bau neuer Windräder sind, fürchten Bürger um die Lebensqualität in der Gemeinde. Eine Debatte, die eigentlich hinfällig ist, meint der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB).

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Am Montagabend gab es in Hohenhameln eine Info-Veranstaltung des ZGB zum Thema Windkraft.

Quelle: ju

Heiß diskutiert wird derzeit in Hohenhameln das Thema Windenergie. Während Landwirte und Investoren offen gegenüber dem Bau neuer Windräder sind, fürchten Bürger um die Lebensqualität in der Gemeinde. Eine Debatte, die eigentlich hinfällig ist, meint der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB).

Hohenhameln. "Hier herrscht viel heiße Luft", sagte Jens Palandt, Leiter der Abteilung Regionalplanung beim ZGB, bei einer Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Hohenhameln. "Es wird über Flächen spekuliert, die nicht in Betracht kommen."

Auf Einladung der Gemeinde kam Palandt nach Hohenhameln, um vor etwa 60 interessierten Bürgern das Verfahren zur Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms für die Windenergienutzung zu erläutern.

Der Diplom-Ingenieur erklärte, mit welchen Methoden der ZGB festlegt, wo künftig neue Windräder gebaut werden dürfen. "Wir haben einen umfangreichen Katalog erstellt, der bei der Festlegung von Vorrang- und Eignungsgebieten bestimmte Flächen kategorisch ausschließt", so Palandt. So müsse etwa zu einer Wohnsiedlung ein Abstand von 1000 Metern eingehalten werden, zu einem Naturschutzgebiet 200 Meter, und der Puffer zu einem weiteren Windpark beträgt fünf Kilometer. Wenn man das alles auf das Gemeindegebiet Hohenhameln anwende, blieben kaum noch potenzielle Flächen über.

"In Hohenhameln könnte man höchstens an zwei oder drei vorhandenen Standorten moderat erweitern", beruhigte Palandt und ergänzte: "Wir sind in der glücklichen Situation, dass sehr viele Kommunen im Verbandsgebiet positives Interesse zeigen und wir dort wohl viele Regionen unter Wind bringen können. In Hohenhameln tut eine Erweiterung derzeit also gar nicht Not."

Hohenhameln. Ziel des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB) ist es, in den kommenden Jahren 3000 bis 4000 Hektar Fläche unter Wind zu bekommen. Dafür prüft der Verband derzeit etwa 20 000 Hektar Potenzialfläche zwischen Harz und Heide. „Diese Aufgaben gibt uns die Bundesregierung durch ihr Energiekonzept vor“, betonte Jens Palandt vom ZGB. „Und wenn zu wenig passiert, wird der Druck erhöht.“

Das könne beispielsweise bedeuten, dass bestimmte Ausschlusskriterien auch in Niedersachsen bald keine Gültigkeit mehr haben. Windräder könnten dann ungesteuert in der Region gebaut werden – auch in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten. „Solche Fälle gibt es bereits in anderen Bundesländern“, warnte Palandt. „Deshalb wollen wir als Zweckverband die Erweiterung der Windpark-Standorte im Großraum Braunschweig steuern.“

Dass der Zweckverband so ungewöhnlich früh im Verfahren an die Öffentlichkeit gegangen ist, soll die Transparenz verdeutlichen. „Aber es schürt natürlich auch Spekulationen“, weiß Palandt. Die Karte, die derzeit nur mögliche Potenzialflächen zeige, werde häufig auch missverstanden oder gar für Panikmache missbraucht.

„Deshalb wollte ich, dass das mal ein Fachmann erklärt“, sagte Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig bei der Informationsveranstaltung. Viele Bürger zeigten nach den Ausführungen durch den Experten Verständnis für die Arbeit des Zweckverbandes und äußerten konstruktive Vorschläge.

Erwig ist mit dem Infoabend zufrieden: „Es ist beruhigend zu wissen, dass gar nicht alle Anträge, die bei uns eingegangen sind, auch tatsächlich umgesetzt werden können.“

ju

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