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Wie aus Mais, Gras und Co. Energie wird:Grundschüler besuchten die Biogas-Anlage in Mehrum

Mehrum Wie aus Mais, Gras und Co. Energie wird:Grundschüler besuchten die Biogas-Anlage in Mehrum

Mehrum. Wie wird denn eigentlich aus Pflanzenteilen, Kot und Zuckerrüben-Abfällen Gas und Energie? Das lernten jetzt spielerisch Grundschul-Kinder aus Ilten, einem Ortsteil der Stadt Sehnde, in der Biogas-Anlage in Mehrum.

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Jens Reimann (r.), Betriebsleiter der Biogasanlage Mehrum, führte die Schulkinder herum. Spielerisch lernten sie mehr über die Technik.

Quelle: im

Einmal auf einem Radlader fahren, die ganze Maispflanze anfassen oder Gülle schaufeln, die Silos erkunden oder beim Rüben häckseln helfen - all das konnten jetzt zwölf Zweitklässler der Grundschule Ilten. Denn sie waren zu Besuch in der Mehrumer Biogas-Anlage. „Sie haben sich die Anlage spielerisch angeguckt und erforscht, was denn in der Anlage verwertet wird“, schildert Jens Reimann, Betriebsleiter der Anlage im Gewerbegebiet Ackerköpfe.

Zweieinhalb Stunden dauerte die Erkundungstour. „Wir haben positive Rückmeldungen bekommen, es hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht“, sagt Reimann. Kindgerecht hatte er den Kindern zuvor die Stationen von der Anlieferung von Korn und Co. bis hin zur Gasleitung erklärt. Und auch den Betriebs-Hund schlossen die Grundschüler schnell ins Herz.

„Die Kinder hatten viele Fragen zur Anlage, auch sehr detaillierte“, erzählt Reimann. „Zum Beispiel, wie viele Leute hier arbeiten. Oder wie das Material für die Energiegewinnung gemischt wird und wie es von fester Form zum Gas wird.“ Wie eine Kuh müsse man sich die Anlage vorstellen, erklärte Reimann dann den Kindern. Der Kuhmagen sei wie der Fermenter der Biogas-Anlage: Oben geht das Gras rein und hinten entsteht dann auch mal Gas - egal ob in der Anlage oder eben bei der Kuh. „Wir veredeln dann das Gas, das unsere Anlage produziert, und verkaufen es.“

Zustande gekommen war der Kontakt zwischen der Iltener Schule und den Verantwortlichen der Biogas-Anlage in Mehrum durch den Vater eines Grundschülers. Denn der arbeitet in der Anlage als Aushilfe. „Für eine solche Aktion waren wir natürlich schnell zu gewinnen“, betont Reimann.

Zum Abschied nach der ausführlichen Tour zum Biogas gab es für die Kinder dann noch ein paar Geschenke vom Gummibärchen über eine Mütze bis zur Gülle-Probe - „zum Düngen der Tomaten zu Hause“.js

Info: Biogas in Mehrum

Die Biogas-Anlage in Mehrum gehört zum Unternehmen „agri.capital“ mit Sitz in Münster, das deutschlandweit knapp 90Biogas-Anlagen betreibt. Der Mehrumer Standort wurde im Oktober 2012 in Betrieb genommen. Insgesamt kostete sie einen niedrigen achtstelligen Euro-Betrag. In der Biogas-Anlage arbeiten vier Mitarbeiter in Vollzeit sowie eine Aushilfe. Als Grundlage für die Energiegewinnung dienen Mais-Silage (Anteil: 50 Prozent), Abfälle aus der Weiterverarbeitung von Zuckerrüben (unter anderem aus der Zuckerfabrik Clauen), Ganzpflanzen-Silage einer x-beliebige Kornart, Hühnertrockenkot und Hähnchenmist. In seltenen Fällen wird auch Gras-Silage verwendet. „Das ist nicht der beste Energieträger, aber dann werfen wir halt ein bisschen mehr rein“, schildert Betriebsleiter Jens Reimann. Knapp 100 Landwirte beliefern die Anlage mit diesen Ausgangsstoffen.

js

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