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Wenn der „Baum“ Heister heißt

Bründeln Wenn der „Baum“ Heister heißt

Bründeln. Für einige Verwunderung haben Abholzarbeiten an der Bundesstraße 494 zwischen Bründeln und Clauen gesorgt. Zumindest dem Hohenhamelner Reiner Theunert fiel die Aktion unangenehm auf: „Wieso werden schon wieder Bäume und fast alle Sträucher gefällt? Ein Sinn ist nicht zu erkennen“, sagt er.

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Baum oder nicht Baum, das ist eigentlich keine Frage: Das Gehölz an der Straße zwischen Clauen und Bründeln musste weg, sagt Henning Schwägermann von der Straßenbaubehörde in Wolfenbüttel.

Quelle: oh

Die Landes-Straßenbaubehörde in Wolfenbüttel, die die Arbeiten in Auftrag gegeben hatte, spricht von „ganz normalen Pflegemaßnahmen“. Grund für diese sei zum einen das sogenannte Lichtraumprofil. „Wenn Äste von Büschen in den Radweg hineinragen, müssen die gestutzt werden“, sagt Henning Schwägermann, Fachbereichsleiter Betrieb und Verkehr der Landes-Straßenbaubehörde. „Da gab es Beschwerden.“ Beschwerden gab es auch vom anliegenden Landwirt, „dass er nicht mehr richtig pflügen konnte“.

Darum habe die Behörde eine Firma einschalten müssen, die sich um die Arbeiten inklusive des Zerhäckselns kümmert - zumal es sich beim gefällten Gehölz auch gar nicht um richtige Bäume gehandelt habe, sagt Schwägermann: „Das ist Heister, großer Wildwuchs.“ Der wachse auch schnell nach. „Das wird ratzfatz wieder grün. Allerspätestens im nächsten Jahr steht da wieder richtig was“, sagt Fachbereichsleiter Schwägermann. Die sogenannten Stockaustriebe wachsen aus dem Baumstumpf heraus. Richtige Straßenbäume fälle man übrigens nur, wenn sie krank seien. „Auch wenn es Bäume gewesen wären, hätten sie weg gemusst. Sie stehen zu nah an den Straßenbäumen und nehmen Nährstoffe weg.“

Für Reiner Theunert ist das dennoch unverständlich: „Nicht einmal eine Verkehrsgefährdung war gegeben“, findet er. „Jetzt ist aber wieder die Zeit, in der überall an den Straßen geholzt wird. Hier könnte viel Geld eingespart werden, würde man das nicht mehr wie bis dato machen.“

Auch mit Blick auf den Klimawandel versteht der Hohenhamelner die Maßnahmen zwischen Bründeln und Clauen nicht. „Behörden reden gern vom Klimaschutz. Dazu passen die behördlichen Abholzaktionen aber überhaupt nicht!“

js

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