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Weitere Windkraftanlagen „Am Kakenberg“?

Mehrum Weitere Windkraftanlagen „Am Kakenberg“?

Mehrum. Offenbar haben Windkraftanlagen-Betreiber die Absicht, weitere Windräder „Am Kakenberg“ in Mehrum zu installieren. Ein Vorhaben, gegen dass sich die Mehrumer SPD wehren will, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

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Windräder südlich von Mehrum an der Verlängerung der Straße "Am Kakenberg".

Quelle: oh

Hintergrund sei ein Ende Januar geführtes Gespräch mit einer örtlichen Betreiberfirma. Darin sei es um Planungen zum Ausbau der derzeitigen Windkraft-Standorte im Zusammenhang mit einer geplanten Gesetzesänderung gegangen. Nach einem Eckpunktepapier zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2016 sollen künftig Windenergie-Anlagen an Land nur noch im Rahmen von Ausschreibungen gefördert werden. Übergangsweise davon ausgenommen sein sollen Windenergieanlagen an Land, die bis Ende 2016 immissionsschutzrechtlich genehmigt und bis Ende 2018 in Betrieb genommen werden.

Die Betreiber stünden damit unter Druck, erläutert Ortsbürgermeister und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jens Böker. „Kleine Windkraftbetreiber haben da keine Chance.“

Daher werde nun schnell versucht, ein fünftes Windrad „Am Kakenberg“ in Mehrum zu installieren. Zudem habe er Informationen, dass dort weitere Windkraftanlagen repowert, also in Leistung und Größe erhöht, werden sollen. Dabei gebe es dort bereits eine repowerte Anlage, die für viel Ärger gesorgt habe. „Sie hat einen Riesenkrach verursacht“, schildert Böker. Nach zahlreichen Beschwerden reagierten schließlich die Betreiber und tauschten Teile aus. Schon jetzt reduziere die repowerte Anlage mit einem Abstand von nur 650 Metern die Wohnqualität durch Lärm und Schlagschattenbildung.

„Und wir befürchten, dass die Anlagen noch höher werden könnten“, schildert Böker. Der Mehrumer Ortsrat habe 2013 beschlossen, zu beantragen, das Vorranggebiet vom Kakenberg zu verlegen - auf eine Fläche nördlich des Kraftwerks. „Damit wären die Windräder weiter weg vom Ort und es gäbe eine Sichtbarriere.“ Doch beim zuständigen Zweckverband Großraum Braunschweig herrsche diesbezüglich Stillstand.

Mit großer Mehrheit hat sich die SPD-Mitgliederversammlung nun gegen eine Erweiterung der Anlagen „Am Kakenberg“ ausgesprochen und die SPD-Fraktion des Ortsrates aufgefordert, entsprechende politische Mittel einzusetzen.

Der Ortsbürgermeister kritisiert: „Man kann uns nicht vor vollendete Tatsachen stellen.“ Ihm ist es wichtig, dass die Bevölkerung informiert ist, daher soll es auch bei der Gemeindeversammlung am Sonnabend, 13. Februar, ab 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus um dieses Thema gehen.

mir

PAZ-Info

Das sagt der Bürgermeister

Weitere Windkraftanlagen „Am Kakenberg“ zu verhindern sei für die Gemeinde Hohenhameln äußert schwierig, erklärt Bürgermeister Lutz Erwig auf PAZ-Anfrage. „Vorranggebiete sind als geeignet anzusehen.“ Zumal, wenn alle rechtlichen Vorgaben wie Abstände und Lärmemissionen eingehalten würden. Der Hohenhamelner Gemeinderat habe sich bereits gegen weitere Windkraftanlagen im Gemeindegebiet ausgesprochen. Genehmigungsbehörde sei jedoch der Landkreis. Die Gemeinde werde lediglich angehört und könne dann eine ablehnende Stellungnahme abgeben. Erwig erklärt: „Bislang ist aber noch kein Antrag für eine Anlage bei uns eingegangen.“

mir

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