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Weihnachtstomaten aus dem Solar-Haus

Hohenhameln Weihnachtstomaten aus dem Solar-Haus

Hohenhameln . Tomaten aus dem Supermarkt kauft Reinhold Meine aus Prinzip nicht. Da geht er lieber in seinen Garten - denn der hält einige Überraschungen bereit. Zum Beispiel ein 180 Quadratmeter großes Gewächshaus, das auf einer Seite mit riesigen Spiegeln umrahmt ist - um auch die letzten Strahlen winterlicher Sonne zu nutzen. Das ermöglicht Familie Meine auch in der Weihnachtszeit frisches Gemüse zu ernten.

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Die 90 Quadratmeter Spiegelflächen sorgen dafür, dass im Gewächshaus immer genug Licht ist - und Reinhold und Ehefrau Klaudia Meine ganzjährig Gemüse ernten können.

Quelle: im

„Einige Zehntausend Euro“ habe er investiert, sagt Reinhold Meine (51). „Andere Leute gehen zum Beispiel golfen - ich habe eben ein anderes Hobby“, sagt der Windanlagen-Unternehmer aus Hohenhameln. Fast ohne fossile Energie sprießen das ganze Jahr lang Tomaten, Paprika, Salat und Co. aus der Erde. Nur wenn nun so gar keine Sonne scheint, springt kurz ein Gas-Notheizer an. „Es reichte mir irgendwann nicht mehr, nur über CO2-Einsparung beim Lebensmittel-Anbau zu reden - irgendwann habe ich das einfach angepackt.“

Garant für den ganzjährigen Anbau im Foliengewächshaus ist das rund 90 Quadratmeter große Spiegel-System, das auch geringe Sonnenmengen in der kalten Jahreszeit auffängt. Entwickelt hat es Reinhold Meine selbst, der sich gemeinsam mit der Naturgärtnerei Ingelmann aus Algermissen mit dem Thema „Nachhaltiger Anbau“ beschäftigt. „Das Spiegelsystem habe ich mehrfach optimiert, jetzt funktioniert es schon sehr gut“ - darum hat er es auch zum Patent angemeldet.

Auch sonst ist bei der Hohenhamelner Familie der Gemüseanbau so „Bio“ wie es nur geht: „Wir benutzen keinerlei Spritzmittel oder mineralische Düngung“, sagt der Familienvater. Selbst als im vergangenen Jahr Drahtwürmer im Boden saßen, wurden keine Gifte zur Hand genommen, sondern Kartoffeln als „Lebend-Fallen“ ausgelegt.

„Wir wollen mit dem Vorurteil aufräumen, man könne CO2-neutral erzeugte, gesunde Nahrung nicht in ausreichender Menge produzieren“, sagt Meine. Zwar reicht das Gemüse bis jetzt nur für die Familie, aber der 51-Jährige hat größere Ziele. Schon jetzt könne er in hoher Frequenz praktisch das ganze Jahr über säen und ernten. „Wir ernten kontinuierlich kleinere Mengen.“

Die Weltbevölkerung werde immer größer, die Rohstoffe immer knapper. Seine Versuche seien ein möglicher Schritt, die Folgen zu kontrollieren. Denn: „Erstmal geht es nur darum, ohne Denkverbote zu schauen, was alles beim biologischen Lebensmittelanbau technisch möglich ist.“

js

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