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Wasserverband: Streit um neue Preise

Hohenhameln Wasserverband: Streit um neue Preise

Seit einigen Wochen gelten in der Gemeinde Hohenhameln neue Regeln für die Abwasser-Entsorgung. Laut Wasserverband sollen die Abrechnungen dadurch „verursachergerecht“ werden. „Eine verdeckte Beitragserhöhung“, vermutet dagegen Malte Cavalli, der unter anderem für die FDP im Gemeinderat sitzt.

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Ärger mit dem Wasserverband: Malte Cavalli mit einem Plan seines Grundstücks. Seit Januar gilt in Hohenhameln das getrennte Entgeld.

Quelle: azi/oh

Hohenhameln . „Jeden Monat zahle ich jetzt 15 Prozent mehr“, klagt Cavalli. „Erst dachte ich, ich wäre eine Ausnahme.“ Eine Umfrage im Bekanntenkreis habe jedoch das Gegenteil gezeigt: „Nur einer zahlt jetzt weniger.“

Auf PAZ-Nachfrage dementierte der Wasserverband die oben genannte Vermutung jedoch nachdrücklich: Durch das neue System seien keine Mehreinnahmen geplant. Vielmehr habe man die Kosten von 459 000 Euro, die durch private Flächen entstehen, auf die ermittelten rund 964 000 Quadratmeter einleitende Flächen der Kunden umgelegt.

„Leitet eine große befestigte Fläche in den Kanal ein, kann es zu Mehraufwand führen. Wird viel Niederschlagswasser versickert oder im Haus oder Garten verwendet, kann es zu einer Reduzierung kommen. Das hängt von der individuellen Grundstücksnutzung ab“, so Wasserverbands-Sprecherin Sandra Ramdohr.

Eventuelle Überschüsse würden ins Abwassersystem investiert und kämen damit den Hohenhamelner Bürgern zugute. Eine Rückzahlung an die einzelnen Bürger sei nicht geplant. „Die Abwasser-Entsorgung ist ein Solidarsystem in der Gemeinde“, erklärt Ramdohr.

Die Überschüsse des einen Jahres würden mit den Kosten des Folgejahres verrechnet. Auf lange Sicht sei die Bilanz ausgeglichen. „Es ist uns nicht erlaubt, durch Überschüsse ein Polster für künftige Investitionen anzulegen“, so Ramdohr. Gebe es dauerhaft Überschüsse, würden die Beiträge verringert: „Ein Beispiel ist die Gemeinde Ilsede. Dort haben wir die Regenwasser-Gebühr gerade um 15 Prozent gesenkt.“

Wichtig: Verändert ein Bürger sein Grundstück baulich, so dass weniger Fläche ins Kanalnetz einleitet, gibt es über zu viel gezahlte Beiträge tatsächlich eine Gutschrift. „Wir verrechnen das tagesaktuell“, verspricht Ramdohr.

azi

Das neue Gebührensystem im Überblick:
  Info-Abende in Hohenhameln

Bisher wurden in der Gemeinde Hohenhameln Schmutzwasser und Niederschlagswasser gemeinsam abgerechnet. Seit dem 1. Januar 2012 gibt es jedoch das getrennte Entgelt. Die Kosten der Regenwasser-Beseitigung werden nun auf die bebaute und in den Kanal einleitende Fläche umgelegt. Pro Quadratmeter einleitende Fläche werden 48 Cent fällig. Dafür sinkt die Schmutzwasser-Gebühr von 5 auf 4,50 Euro pro Kubikmeter. Die Grundgebühr bleibt mit 96 Euro stabil.

Wird das Regenwasser in einen Graben eingeleitet, liegt ein Spezialfall vor: „Leitet dieser Graben etwa in Bäche oder Flüsse ab, ist unser öffentlicher Kanal nicht betroffen und wir müssen dafür keine Kosten umlegen“, erklärt Sandra Ramdohr, Sprecherin des Wasserverbands. Das gelte auch, wenn das Wasser im Graben versickere. „Sollte in einen Graben eingeleitet werden, der zum Beispiel verrohrt ist und dann das gesammelte Wasser in das öffentliche Kanalnetz  abgibt, müsste das von uns aber abgerechnet werden“, so Ramdohr.

Laut Norbert Lindemann, dem kaufmännischen Leiter des Wasserverbands, handelt es sich beim neuen System um eine „verursachergerechtere Zuordnung der Kosten“: „Als öffentlich-rechtliches Unternehmen arbeitet der Verband ohne Gewinnerzielungsabsicht. Sollten Kunden weiteren Klärungsbedarf haben, stehen unsere Experten für die Einzelfallprüfung jederzeit gern zur Verfügung“, erklärt Lindemann.

Um über das neue System zu informieren, ist der Wasserverband bei mehreren Gemeindeversammlungen zu Gast:

  • Am Samstag, 4. Februar, ab 18 Uhr im Mehrzweckgebäude Equord;
  • am Samstag, 11. Februar, ab 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Mehrum;
  • am Donnerstag, 16. Februar, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Harber;
  • am Samstag, 18. Februar, ab 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Hohenhameln
  • und am Samstag, 25. Februar, ab 15 Uhr im Mehrzweckgebäude Bierbergen.

azi

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