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Warum das Ortsschild bleibt, wo es ist

Hohenhameln Warum das Ortsschild bleibt, wo es ist

Hohenhameln. Hohenhamelns Ortsschild soll nach Osten versetzt werden - dafür kämpft der Ortsrat seit Jahren, jedoch ohne Erfolg. Wo das Problem liegt, wurde bei der Gemeindeversammlung erklärt.

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Hohenhamelns östliches Ortsschild steht zu weit innerorts, meinen viele Bürger – denn das Dorf ist längst in Richtung Stedum gewachsen.

Quelle: A/cb

„Mich erinnert die Situation an den Hauptmann von Köpenick: Wenn du keine Arbeitsgenehmigung hast, kriegst du keine Aufenthaltsgenehmigung, und wenn du keine Aufenthaltsgenehmigung hast, kriegst du keine Arbeitsgenehmigung“, meinte Ortsbürgermeister Achim Henke.

Hohenhameln ist Richtung Stedum gewachsen: Am östlichen Ortsrand an der Bundesstraße 494 entstanden Wohnhäuser, Supermärkte und ein Altenheim, bald wird dort eine Tankstelle gebaut. Aber das Ortseingangsschild steht noch immer da, wo es schon vor 20 Jahren stand - inzwischen etwa 400 Meter von den ersten Häusern entfernt.

Das ärgert vor allem die Bewohner des Neubaugebiets, die auf dem Weg zum Einkaufszentrum zu Fuß die Bundesstraße überqueren müssen. „Muss dort erst ein Kind überfahren werden?“, wetterte ein Hohenhamelner bei der Gemeindeversammlung.

Der Ortsrat kämpft schon seit Jahren dafür, das Schild zu versetzen und „die Situation vor Ort sicherer zu machen“, sagte Henke. Autofahrer müssten dann Tempo 50 fahren, bisher ist 70 erlaubt. Auch der Landkreis Peine hat das Schild schon einmal versetzen lassen - doch das niedersächsische Wirtschaftsministerium machte die Anordnung wieder rückgängig.

Das Problem ist, dass die neuen Grundstücke nicht unmittelbar an die Straße grenzen, sagte der Erste Kreisrat Henning Heiß bei der Gemeindeversammlung. „Dann kann die Ortstafel nicht versetzt werden. Das ist die derzeitige Rechtslage, über die wir schon mehrmals mit dem Ministerium gerungen haben.“ Auch Straßenbauamt und Polizei fänden den derzeitigen Standort des Schilds richtig. „Ich kann nachvollziehen, dass Sie das sauer macht“, sagte Heiß zu den Hohenhamelnern.

Anders sähe es aus, wenn beispielsweise die neue Tankstelle eine direkte Zufahrt zur Bundesstraße bekäme. Das Verrückte: „Die Zufahrt zur Tankstelle darf nicht erschlossen werden“, so Henke - schließlich würde sie dann in eine Bundesstraße münden, außerorts. „Aber weil die Tankstelle keine Zufahrt von der Bundesstraße hat, darf das Ortsschild nicht versetzt werden. Das ist kein Scherz, das ist die Wahrheit.“ Wie beim Hauptmann von Köpenick.

Heiß hofft jetzt auf die neue Landesregierung: „Wir werden mit dem neuen Wirtschaftsminister über die Sache sprechen“, kündigte er an. Sicher nicht gleich an seinem ersten Tag im Amt - aber vielleicht am zweiten.

sur

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