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Wächst der Windpark zwischen Stedum und Bierbergen?

Bierbergen/Stedum Wächst der Windpark zwischen Stedum und Bierbergen?

Bierbergen/Stedum. Wie viel Windkraft wollen wir? Über diese Frage haben die Ortsräte von Stedum und Bierbergen am Mittwochabend diskutiert - mit unterschiedlichen Ergebnissen.

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Über Windräder haben die Ortsräte von Stedum und Bierbergen diskutiert.

Quelle: A

Anlass war das sogenannte Regionale Raumordnungsprogramm des Zweckverbands Großraum Braunschweig (ZGB). Im gesamten Verbandsgebiet, das von Helmstedt bis Hohenhameln und von Goslar bis Gifhorn reicht, soll die Nutzung der Windenergie verdoppelt werden. Derzeit prüft der ZGB, an welchen Standorten neue Windparks möglich wären. In Frage kommt auch ein Gebiet zwischen Stedum, Bierbergen, Adenstedt und Solschen: Hier stehen bereits etliche Windräder, dieser Park könnte deutlich vergrößert werden.

Vehement dagegen sind Stedums Ortspolitiker. Am Mittwochabend votierten sie einstimmig dafür, dass im Umkreis des Dorfes keine weiteren Windräder gebaut werden sollen. „Wir haben schon genug Windanlagen in der Gemeinde Hohenhameln - deutlich mehr als im Landesdurchschnitt“, sagt Ortsbürgermeister Heinz-Erwin Dahlheimer (CDU). „Wenn man noch mehr davon baut, kommt man zu nah ans Dorf. Das macht die Landschaft kaputt und schränkt die Lebensqualität ein.“

In Bierbergen ist man offener: Hier sprach sich der Ortsrat dafür aus, den Windpark östlich der Kreisstraße 34 zu erweitern - allerdings nur ein bisschen und nicht zu weit nach Süden, sagt Bierbergens Ortsbürgermeister Jürgen Pagel (SPD). „Sonst hätten wir beinahe einen Halbkreis aus Windrädern um unser Dorf, das wollen wir natürlich nicht.“

„Das kann ich verstehen“, sagt Chefplaner Jens Palandt vom ZGB. Ob und wie der Windpark erweitert werde, sei allerdings noch gar nicht entschieden. „Was wir derzeit machen, ist nur ein Entwurf“, so Palandt. „Da ist noch viel Bewegung drin.“ Eine Stellungnahme der Ortsräte mache erst Sinn, wenn der Entwurf fertig sei - voraussichtlich am 15. August. „Danach gehen wir in die Gemeinden und stellen den Entwurf vor, gern auch bei Bürgerversammlungen“, sagt Palandt. Auch Stellungnahmen könnten dann noch eingereicht werden. „Die werten wir aus, bevor der Plan wirklich beschlossen wird - voraussichtlich im ersten Halbjahr 2014.“

Die meisten der 47 Kommunen im Verbandsgebiet, sagt Palandt, sind übrigens für neue Windanlagen. Hohenhameln sei „eine der ganz wenigen Ausnahmen“: Hier hat sich der Gemeinderat schon vor längerer Zeit dagegen ausgesprochen, ebenso wie jetzt der Ortsrat Stedum. An die Wünsche der Lokalpolitiker muss sich der ZGB aber nicht halten. „Am Ende entscheidet die Verbandsversammlung“, so Palandt. Und zwar nach festgelegten Kriterien: Neue Windräder müssen einen Abstand von 1000 Metern zu Siedlungen haben, Schutzgebiete dürfen nicht bebaut werden und vieles mehr. „Es gibt über 50 solcher Kriterien“, sagt Palandt. Am Ende könne man es deshalb unmöglich allen recht machen: „Es ist eine Gratwanderung ohnegleichen.“

sur

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