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Vortrag in Mehrum: Wer entscheidet, wenn ich im Koma liege?

Mehrum Vortrag in Mehrum: Wer entscheidet, wenn ich im Koma liege?

Mehrum. Es kann jeden treffen: Nach einem Autounfall oder Schlaganfall landet man im Krankenhaus, ist bewusstlos oder kann nicht mehr sprechen. Wer in so einem Fall die Entscheidungen trifft, sollte man rechtzeitig festlegen, rät Christoph Plett. Er ist nicht nur Landtagskandidat der CDU, sondern auch Anwalt und kennt sich im Betreuungsrecht aus. In Mehrum hat Plett am Dienstagabend einen Vortrag gehalten über das sogenannte Patienten-Testament und die Altersvorsorgevollmacht.

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Kennt sich im Betreuungsrecht aus: Anwalt Christoph Plett bei seinem Vortrag in Mehrum.

Quelle: sur

Zu einer solchen Vollmacht rät Plett jedem - egal, wie jung und fit er sich fühlt. „Wenn ich morgen mit dem Auto gegen einen Baum fahre, fragen die Ärzte meine Frau erst mal: Haben Sie denn eine Vollmacht?“, erläutert Plett. Er selbst hat ein solches Dokument schon aufgesetzt, dabei ist er erst 46. „Ansonsten müsste erst das Betreuungsgericht eingeschaltet werden, sofern kein Notfall vorliegt“, erklärt er.

Den Ehepartner würde das Gericht wohl in den meisten Fällen zum Betreuer ernennen - aber was, wenn man allein lebt? „Dann ist so eine Vollmacht noch wichtiger“, sagt Plett. „Das Betreuungsgericht wird ganz sicher nicht die Tochter einsetzen, die in München wohnt, um sich um die Mutter in Peine zu kümmern.“ Damit dann nicht ein Fremder zum Betreuer ernannt wird, sollte man rechtzeitig eine Vertrauensperson festlegen - ein Familienmitglied oder einen guten Freund, rät Plett.

Wer eine solche Vollmacht ausstellt, sollte aber auf die Details achten. „Mit einer Generalvollmacht hat derjenige auch Zugriff auf das gesamte Vermögen, kann zum Beispiel das Haus verkaufen“, sagt Plett. „Und er kann auch darüber entscheiden, wer mich im Krankenhaus besuchen darf.“ Er rät, sich genau zu überlegen, welche Entscheidungen der Betreuer treffen darf und welche lieber nicht.

sur

Was ist ein Patienten-Testament?

Das Patienten-Testament (auch Patienten-Verfügung genannt) richtet sich an Ärzte und Pfleger und gibt ihnen eine Art Gebrauchsanweisung an die Hand, wie sie ihren Patienten behandeln sollen. „Normalerweise tun Ärzte alles, um das Leben eines Menschen zu verlängern“, sagt Plett. Das gilt selbst für Koma-Patienten, die künstlich ernährt werden, obwohl sie vermutlich nie wieder aufwachen. Oder für Krebspatienten, die keine zu starken Schmerzmittel bekommen, weil diese das Leben verkürzen könnten. Wer solche lebensverlängernden Maßnahmen nicht möchte, muss das in einem Patiententestament festhalten – am besten in Rücksprache mit einem Arzt und in möglichst klaren Worten, rät Plett. Denn wer einfach schreibt, „ich möchte in Würde sterben“, gibt dem Arzt doch wieder Rätsel auf.

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