Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Vorbestrafter Sexualstraftäter, der mehrfach Kinder ansprach, sitzt in U-Haft

Hohenhameln Vorbestrafter Sexualstraftäter, der mehrfach Kinder ansprach, sitzt in U-Haft

Hohenhameln. Jetzt ging alles ganz schnell: Der vorbestrafte Sexualstraftäter (46), der in Hohenhameln mehrfach Kinder angesprochen hatte, sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Das bestätigte Christina Pannek, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, auf Anfrage der PAZ.

Voriger Artikel
„Trost in Trostlosigkeit ist Spott“
Nächster Artikel
Ferienprogramm der Jugendpflege: Kinder gingen auf Tuchfühlung mit Shetland Ponys

Der vorbestrafte Sexualstraftäter aus Hildesheim sitzt in U-Haft. Er hatte mehrfach Kinder in Hohenhameln angesprochen.

Quelle: Symbolfoto: Archiv

Der 46-Jährige ist ein vorbestrafter Sexualstraftäter. Unter anderem hat er eine gut einjährige Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs verbüßt. Trotz einer Weisung des Landgerichts Hildesheim, nach der er keinen Kontakt zu Kindern aufnehmen darf, hatte er in den vergangenen Wochen mehrfach Hohenhamelner Kinder im Grundschulalter angesprochen, wollte sie unter anderem nach Hause fahren oder bot eine Bootstour an (PAZ berichtete). Die Polizei hatte ihren Ermittlungsstand an das Landgericht Hildesheim weitergegeben, das die Einhaltung der Weisungen kontrolliert. Am Mittwoch reichte das Landgericht dann Strafantrag gegen den Hildesheimer ein.

„Am Mittwochmittag haben wir davon erfahren“, sagte Staatsanwalts-Sprecherin Pannek der PAZ. „Wenn wir ein Verfahren auf den Tisch bekommen, in dem dringend etwas passieren muss, dann passiert auch schnell etwas.“ Nachdem der Strafantrag von der Weisungsaufsichtsstelle eingeholt worden war, erließ die Staatsanwaltschaft unverzüglich Haftbefehl. „Das war deshalb nötig, weil dringender Tatverdacht wegen des Verstoßes gegen Weisungen und Fluchtgefahr vorlag“, erläuterte Pannek.

Derzeit seien sieben Fälle bekannt, in denen der 46-Jährige Kinder in Hohenhameln angesprochen haben soll. „Ein positiver Nebeneffekt der Inhaftierung ist, dass weitere Straftaten verhindert werden“, sagte Pannek. Die Polizei wird nun die Ermittlungen rund um die Vorfälle in Hohenhameln beschleunigen und, wenn nötig, Vernehmungen vornehmen. „Die Frage ist zum Beispiel, ob es noch weitere Fälle gab“, erläuterte Pannek. „Dann soll es schnellstmöglich eine Hauptverhandlung geben.“

Die wird dann voraussichtlich direkt vor dem Landgericht Hildesheim stattfinden - aus Opferschutzgründen. Denn wenn der Fall erst vor einem Amtsgericht verhandelt werden würde, könne der 46-Jährige in Berufung gehen. Der Fall würde vor der nächsthöheren Instanz - dem Landgericht - komplett neu aufgerollt, inklusive Hauptverhandlung. „Wenn direkt vor dem Landgericht verhandelt wird, gibt es nur eine Tatsacheninstanz - und alle Zeugen werden nur bei einer Hauptversammlung aussagen müssen“, schilderte Pannek. Nach einem Urteil bleibe dann das Rechtsmittel der Revision - dabei geht es allerdings nicht um mögliche neue Tatsachen, sondern nur um Rechtsfehler. Nicht unentscheidend ist aber auch ein weiterer Vorteil, direkt vor dem Landgericht zu verhandeln. Pannek: „Die Schuldfähigkeit des Mannes soll begutachtet und eine mögliche Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus geprüft werden. Diese Entscheidung kann nur das Landgericht treffen.“

js

Einen Kommentar von PAZ-Redakteur Jonas Szemkus zum Thema lesen Sie in der gedruckten PAZ.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung