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Vor einem Jahr brannte die Deponie

Hohenhameln-Stedum Vor einem Jahr brannte die Deponie

Stedum . Es ist fast genau ein Jahr her, als die eine Lagerhalle der Deponie in Stedum lichterloh brannte. Erst nach Tagen gelang es der Feuerwehr, die Flammen endgültig zu löschen. Wenige Wochen später kippten in Equord zwei Teiche um, Tausende Fische starben - eine Naturkatastrophe für das Dorf. Die PAZ blickt auf die Ereignisse vor einem Jahr zurück.

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Am 18. September 2013 geriet eine Lagerhalle, in der gelbe Säcke und Hausmüll gelagert waren, auf dem Deponie-Gelände in Brand. Die Feuerwehr war mehrere Tage im Einsatz.

Quelle: A

In der Nacht vom 17. auf den 18. September loderten die Flammen in einer Halle auf dem Deponie-Gelände der PEG bei Stedum auf. Gelagert waren darin gelbe Säcke und Hausmüll. Das Feuer entstand, so war es später im Bericht der Brandermittler zu lesen, durch Selbstentzündung im Restmüll. Erst mehrere Tage nach dem Ausbruch konnte der Brand endgültig gelöscht werden, mehr als 120 Feuerwehrleute waren bis dato im Einsatz. Der Schaden an der Halle: rund 700 000 Euro.

Etwa eine Woche später folgte der nächste Schock: In Equord kippten zwei Teiche um. In den Gillteich und den Kuhteich war mutmaßlich Löschwasser vom Deponie-Gelände hineingelaufen. Das Wasser war mit Chemikalien versetzt, die bei der Brandbekämpfung entstanden sind. Tausende Fische starben. Wochen-, fast monatelang hielt sich ein fauliger Geruch in Equord.

Während die PEG und der Kreis, der über Umwege Eigentümer des Unternehmens ist, in Sachen Gillteich recht schnell reagierten, den Teich abpumpten und später den Schlamm ausbaggern ließen, ist in Sachen Kuhteich noch immer wenig passiert. Bis heute gibt es keine abschließende Einigung zwischen der Eigentümer-Familie und dem Kreis, der einen Zusammenhang zwischen dem Umkippen des Teiches und dem möglichen Einlaufen von Löschwasser vehement bestreitet.

Equords Ortsbürgermeister Peter Goor resümiert: „Es war eine Umweltkatastrophe für unseren Ort und durch die Tatenlosigkeit in der Folge haben die Bürger Vertrauen in Exekutive und Legislative verloren. Es hat sich niemand zuständig gefühlt.“ Erst lange nach den Ereignissen sei gehandelt worden. „Das war ein sehr emotionales Thema. Und auch ein Jahr nach dem Brand sind wir, zumindest was den Kuhteich betrifft, noch immer nicht auf dem Stand vor den Ereignissen“, sagt der Ortsbürgermeister.

Ein Blick in die Zukunft zeigt aber: Einiges soll sich ändern. Die abgebrannte Halle wird wohl bald in deutlich kleinerem Maßstab neu gebaut, das Brandschutzkonzept soll ebenfalls deutlich verändert werden - das aber erneut mit viel zu großer Verzögerung, ärgern sich einige Equorder. Olaf Eckardt, Geschäftsführer des Deponie-Betreibers PEG, spricht indes von einem straffen Zeitplan: „Seit Frühjahr arbeiten wir daran und sind mit vielen Fachleuten im Gespräch. Das dauert nun mal seine Zeit.“ In der neuen Halle sei zum Beispiel eine Brandmeldeanlage geplant, die gab es in der abgebrannten Halle nicht. Außerdem soll auf dem Gelände ein Rückhaltebecken entstehen, damit Löschwasser im Brandfall nicht wieder nach Equord fließt. „Wir sind bestrebt, das Konzept bis Ende des Jahres hinzubekommen.“

VON JONAS SZEMKUS

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