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Von der Roggenernte bis in die Gasleitung

Mehrum Von der Roggenernte bis in die Gasleitung

Mehrum. Bis Mais oder Getreide von den Feldern zu Erdgas werden, ist es ein langer Weg. In der Biogas-Anlage in Mehrum lässt sich beobachten, wie aus zerkleinerten Pflanzen klimafreundliches Biomethan wird. Interessierte können sich bei der offiziellen Eröffnung am 10. August selbst ein Bild von der Arbeit in der Biogasanlage machen, die bald erweitert werden soll.

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Blick auf die Anlage im Mehrumer Gewerbegebiet: Im Vordergrund die neuen Regenrückhaltebecken und zwei Silos. Ein weiteres Silo soll bald auf dem Gelände gebaut werden.

Quelle: js

Täglich schluckt die Anlage, die seit rund einem Jahr von der Firma Agricapital betrieben wird, bis zu 180 Tonnen Pflanzenmaterial - und erzeugt so stündlich rund 600 Kilowatt Strom. „Das ist für uns aber nur ein Nebenprodukt. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Gasproduktion. Das Biomethan wird dann ins öffentliche Netz eingespeist. Das sind rund 650 Normkubikmeter pro Stunde“, schildert Jens Reimann, Betriebsleiter der Biogasanlage Mehrum. Die ist eine der größten ihrer Art in Norddeutschland - „und definitiv die größte in der Region“.

In den letzten zwei Wochen wurden hunderte Tonnen Ganzpflanzensilage auf dem Hof eingelagert, also die gesamte Pflanze bis zum Halm. „Bei der Ernte läuft der Roggen, den wir im Moment verarbeiten, durch verschiedene Hexlerketten. Dann wird er einsiliert.“ Dann geht es in die zwei Fermenterstrecken. „Die erste ist liegend, die zweite ein klassischer Rundbehälter. Durch die Vorgärung im ersten Fermenter erhalten wir einen höheren Gasertrag“, erklärt der Betriebsleiter. „Vom Hineinschütten in die Fermenter bis zum Moment, in dem das letzte Gas aus dem Pflanzenmaterial heraus ist, dauert es rund acht Wochen.“

Das Geschäft läuft gut - nun soll in der Anlage, die von der Firma Agricapital betrieben wird, ein fünftes Silo gebaut werden. „Wir wollen damit nicht die Leistung vergrößern, sondern nur mehr Lagerfläche schaffen.“ Bereits abgeschlossen ist der Bau von drei neuen Regenrückhaltebecken auf dem insgesamt rund 62 000 Quadratmeter großen Areal der Firma. „Damit können wir drei Tage Starkregen auffangen“, so Reimann.

Interessierte Bürger können selbst ein Bild machen von der Biogasanlage im Gewerbegebiet Ackerköpfe, Am Windpark 7: Die Einweihungsfeier mit Programm findet am Samstag, 10. August, von 11 bis 17 Uhr statt. Es gibt Führungen, eine Fahrzeugschau mit Erntemaschinen, der Biogas-Infobus ist vor Ort und auch für junge Gäste versprechen die Veranstalter ein Unterhaltungsprogramm.

js

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