Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
„Von Friedenssehnsucht, Soldatenleben und Krieg“

Hohenhameln „Von Friedenssehnsucht, Soldatenleben und Krieg“

Sievershausen. „Von Friedenssehnsucht, Soldatenleben und Krieg“: Unter diesem Titel tritt das Vokalensemble „ARTonal“ am Volkstrauertag, Sonntag, 15. November, ab 18 Uhr in der St.-Martin-Kirche auf. Es handelt sich um ein Benefiz-Konzert für die Stiftung „Frieden ist ein Menschenrecht“.

Voriger Artikel
Einbrecher stahlen Tresor und T4
Nächster Artikel
In Bad Hohalia begann die fünfte Jahreszeit

Benefiz-Konzert: Das Vokalensemble „ARTonal“ tritt am Volkstrauertag in Sievershausen auf.

Zu hören sein werden unter anderem Friedensbitten von der Gregorianik bis zur Moderne. Doch ist jede gesungene Friedensbitte ausschließlich religiös motiviert? Überraschendes tritt in den begleitenden Texten für den Zuhörer zu Tage und lässt ihn von Anbeginn aufhorchen.

Dass alles seine zwei Seiten hat, die sich gegenseitig entlarven können, zieht sich als Konzept durch das Konzert und lässt den Zuhörer taumeln. Musikalische Warnungen („Es zieht ein dunkle Wolk herein“) verhallen, werden gar missbraucht. Stattdessen begeistert die virtuose Komposition „La Guerre“, eine lautmalerische Schlachtenbeschreibung aus dem 16. Jahrhundert von Jannequin.

Und dass mit Musik sowieso alles besser geht und sie den Krieg zum Unterhaltungsfaktor herunterbricht, erlebt der Zuhörer unmittelbar. Er wird hineingezogen in musikalische und textliche Schilderungen des vermeintlich schönen Soldatenlebens, die offenbaren, dass die Gestattung von Genüssen aller Art, allem voran der Alkohol eine wesentliche Rolle spielen beim Mut fassen und Verdrängen der Kriegserlebnisse. Und auf einmal wird eine über den Tod hinaus reichende Heldenverehrung in einer Liedkomposition eines unbekannten Komponisten aus dem 19. Jahrhundert zu einem erschütternden Zeitdokument.

Im Siegestaumel wurde gern vergessen, dass bei Siegern und Besiegten kein Krieg ohne Opfer, Leid und Zerstörung bleibt. Der Leiter des Dresdner Kreuzchores, Rudolf Mauersberger, war es, der diese Kriegsfolgen in eine ergreifende Motette fasste. Angesichts seiner von Brand und Sprengbomben zerstörten Stadt Dresden schrieb er sein Werk „Wie liegt die Stadt so wüst“.

Ralf Kleefeld, Mitglied der Theatergruppe „Kleine Bühne Wolfenbüttel“, spricht die moderierenden Texte. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, aber es werden großzügige Spenden für die Arbeit der Stiftung „Frieden ist ein Menschenrecht“ erhofft. Im Anschluss lädt die Stiftung zur Vorstellung ihrer Arbeit in das Antikriegshaus gleich neben der Kirche ein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hohenhameln

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung