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Vom Metallschrott zum tauglichen Fahrrad

Stedum Vom Metallschrott zum tauglichen Fahrrad

Stedum. Die alte Fahrradruine, die wochenlang draußen an einer Hauswand gelehnt hat, Omas gut erhaltenes Hollandrad, das vergessen in der Garage stand, und das „gefundene“ Mountainbike, mit dem sich ein Jugendlicher von der Polizei erwischen ließ – sie alle sind im Fahrradaufbereitungs-Projekt der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Peine (bbg) in Stedum willkommen.

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Markus Breitkopf (2. von links) arbeitet zusammen mit anderen Mitarbeitern der Werkstatt alte Fahrräder wieder auf. Heinz-Hermann Prieske (rechts) legt mit Hand an.

Quelle: sz

Markus Breitkopf und derzeit vier Kollegen arbeiten die Fundstücke, die ihnen der Sperrmüll, die Polizei und die Stadtwache bescheren, wieder auf. Die Ein-Euro-Jobber demontieren Schrotträder und machen aus zwei alten „Bahnhofsgurken“ ein funktionsfähiges und verkehrstüchtiges Fortbewegungsmittel, das erschwinglich für ihre einkommensschwachen Kunden ist. Vermittler sind die Caritas, das Frauenhaus und die Stadt Peine. Aber auch mittellose Privatleute besorgen sich hier ihr Transportmittel oder lassen sich ihr Rad von den BBg-Spezialisten reparieren.

„Manchmal sind antike Schätze dabei“, erklärt Fachanleiter Heinz-Hermann Prieske und weist auf das Hamilton-Fahrrad, das hoch oben auf einem Spind auf ein originalgetreues, passendes Hinterrad wartet. „Besonders hochwertig sind auch alte Panther-Räder, wie sie in der berühmten Braunschweiger Manufaktur gefertigt wurden.“

Auf dem Gelände des Recyclingzentrums in Stedum zerlegen derzeit 18 Langzeitarbeitslose von Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr, Waschmaschinen, Computer, Fernseher und eben auch Fahrräder in ihre Bestandteile und machen so die Rohstoffe wieder nutzbar.

Mit dieser Arbeit können sie sich bis zu 120 Euro zu ihrer Grundsicherung hinzuverdienen. „Hier gewöhnen sie sich an Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Disziplin und lernen den Spaß an der Arbeit im Team zu schätzen“, erläutert Prieske. Die speziellen Interessen jedes Einzelnen werden zuvor in einem Info-Gespräch von der Sozialpädagogin Melanie Rahmel ausgelotet.

Damit das Projekt Bestand hat, wird laufend Nachschub an alten Fahrrädern gebraucht. „Wir nehmen auch Nostalgierädern aus den 60er- und 70er-Jahren“, betont Prieske. „Auf einen Anruf hin holen wir sie auch ab.“

sz

Info

Fahrradspenden an die BBg: Fahrradspenden sind an die Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises Peine (BBg) zu richten. Nach Rücksprache werden die Räder auch abgeholt. Infos: Telefon 05128/941232 oder 0172/5396377 sowie per E-Mail unter der Adresse prieske@bbg-peine.de.

sz

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