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Volle Windeln und viel Zuwendung

Hohenhameln Volle Windeln und viel Zuwendung

Hohenhameln. "Eine hat hier die Hosen voll!" Tagesmutter Regina Mann wittert Wickel-Arbeit. Tatsächlich hat einer ihrer Schützlinge einen Windelwechsel nötig, aber auf einer kleinen Decke auf dem durch eine Bodenheizung gewärmten Fußboden ist das schnell erledigt. An diesem Tag hat sie noch zwei Kandidaten, denn neben der zweijährigen Lara sind auch noch die gleichaltrige Nele und die einjährige Maya da – allesamt noch Wickelkinder. Regina Mann ist eine von zwei Tagesmüttern, die in der Gemeinde Hohenhameln für die Betreuung von Kindern zur Verfügung stehen, die noch zu klein für den Kindergarten sind und nicht in die Krippe sollen oder können.

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Zusammenkunft unter den Familienfotos der Kinder (von links): Lara (2), Nele (2) und Maya (1) fühlen sich bei ihrer Tagesmutter Regina Mann sehr wohl.

Quelle: hui

„Dass ich jetzt Tagesmutter bin, hat sich irgendwie durch meine Tochter ergeben“, erklärt die gelernte Friseurin, die auch eine Ausbildung als Spielkreisleiterin absolviert hat. Gelegentlich sprang sie dann im Kindergarten ein und leitete schließlich einen Spielkreis, bis der durch die Krippenplätze überflüssig wurde. „Ich wurde gefragt, ob ich das auch privat machen würde“, sagt Regina Mann.

Seit acht Jahren nimmt die Hohenhamelnerin nun fremde Kinder in ihre Obhut. Zurzeit betreut sie insgesamt acht Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren – also bis sie in den Kindergarten gehen können.

Darauf bereitet sie ihre Schützlinge auch gezielt vor. So lernen sie, beim Essen am Tisch zu bleiben, den Tisch auch abzuräumen und abzuwischen. „Sie tun das mit Begeisterung – in diesem Alter jedenfalls noch“, schmunzelt Mann. Auch, dass man nicht schubst, spuckt oder anderen Kindern einfach Dinge wegnimmt, ohne zu fragen, versucht sie zu vermitteln.

„Es gibt Regeln, aber wirklich etwas damit anfangen können die Kinder erst so langsam ab zwei Jahren“, hat sie festgestellt. Gleichzeitig hat sie auch ein anderes Phänomen beobachtet: „Im Prinzip wissen die Kinder ganz gut Bescheid und erziehen sich gegenseitig!“

Ihr bisher unangenehmstes Erlebnis war ein Unfall, bei dem sogar der Krankenwagen kommen musste. Sie schaute gerade mit einigen Kindern ein Bilderbuch an, als vor ihren Augen ein kleiner Junge hinfiel. Zunächst tröstete sie ihn, aber dann stellte sich heraus, dass der Kleine eine stark blutende Platzwunde am Kopf hatte.

Als der Notarzt eintraf und die Wunde versorgen wollte, bekam er von den anderen Kindern ganz eifrig Instrumente aus deren Doktorkoffer angeboten. Auch trösteten sie den Jungen liebevoll, bis seine Eltern kamen.

Am nächsten Tag sei der Junge wieder da gewesen und habe sachlich festgestellt, dass die Fahrt mit dem Krankenwagen und die Gummibärchen im Krankenhaus schon eine tolle Sache gewesen wären, und fragte, wann sie so etwas wieder tun könnten. „Da war ich platt“, gesteht Mann, die so etwas nicht unbedingt wieder erleben möchte. „Aber auch die anderen Kinder haben so toll reagiert – so gesehen war das gleichzeitig auch mein schönstes Erlebnis!“

hui

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