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Verein "Hand in Hand" will Senioren helfen

Hohenhameln Verein "Hand in Hand" will Senioren helfen

Hohenhameln. Rasen mähen, Auto fahren, schwere Einkaufstüten tragen oder Gardinen aufhängen: Vieles schaffen alte Menschen nicht mehr. Damit sie trotz kleiner Einschränkungen nicht gleich ins Heim ziehen müssen, will eine Senioren-Genossenschaft den Alten unter die Arme greifen.

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Wollen eine Senioren-Genossenschaft gründen (v.l.): Elke Sandmann-Mietke, Annette Stasche, Marlis Söhlke, Frauke de Wiljes, Wilhelm und Gisela Grote, Elke Schönert-Sandmann.

Quelle: oh

„Der Bedarf ist da“, ist sich Wilhelm Grote aus Clauen sicher. Bei ihm und seiner Frau Gisela klingelt das Telefon noch öfter als sonst, seit sich die Vereins-Idee herumgesprochen hat. „Neulich rief jemand an und sagte: Ich brauche Hilfe beim Schnee schieben, aber ich kann gut Kuchen backen“, erzählt Grote.

„Hand in Hand“ soll der Verein heißen, weil beide Seiten profitieren. „Jeder kann das einbringen, was er gut kann“, sagt Marlis Söhlke, die Initiatorin des Projekts. Ihr ist der genossenschaftliche Gedanke wichtig: Die Mitglieder sollen sich gegenseitig helfen - etwa bei der Gartenarbeit, beim Bügeln, bei Fahrten zum Arzt oder bei Behördengängen.

„Das Ziel ist es, dass die Mitglieder so lange wie möglich zu Hause leben können“, sagt Grote. „Wir werden keine Konkurrenz zu Pflegeeinrichtungen - aber wir wollen die Lücke dazwischen schließen.“ Schließlich braucht auch so mancher Senior Hilfe, der keine Pflegstufe hat.

Die Hilfsangebote des Seniorengenossenschaft sollen zwar freiwillig sein, aber nicht kostenlos. Nach Vorstellung der Initiatoren sollen die Helfer ein Honorar bekommen und über den Verein unfall- und haftpflichtversichert werden. „Die Helfer werden überwiegend rüstige Ruheständler sein, die eine sinngebende Beschäftigung suchen“, vermutet Söhlke. Sie können sich mit dem Honorar ihre Rente aufbessern - oder sich die investierte Zeit auf ein Stundenkonto gutschreiben lassen, um später bei Bedarf selbst Hilfe zu bekommen, kostenlos.

„Der Bedarf wird in Zukunft noch zunehmen“, sagt Söhlke. „Die Zahl der Älteren steigt, und die Kinder wohnen oft weit weg.“ Das weiß auch die Politik: Unterstützt wird das Projekt deshalb von Bürgermeister Lutz Erwig, der Managerin der ILEK-Börderegion, Julia Lehmann, und sogar Landwirtschaftsminister Gert Lindemann.

sur

Fragebögen erfassen Bedarf

Bis zur Vereinsgründung ist es noch ein weiter Weg: Die acht Initiatoren von „Hand in Hand“ wollen zunächst herausfinden, ob sich genug Senioren Hilfe wünschen – und ob genügend Helfer bereitstehen würden.

Deshalb haben sie überall in Hohenhameln Fragebögen verteilt: Im Rathaus, in Arztpraxen, in Apotheken und Banken. Dort können die ausgefüllten Bögen auch bis zum 31. Juli zurück gegeben werden, als Briefkästen dienen orangefarbene Kartons. Im August werden die Fragebögen ausgewertet, im Oktober soll es eine Info-Veranstaltung geben – und dann kann die Seniorengenossenschaft gegründet werden.

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