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Turm-Verpacker rücken im Februar an

St.-Laurentius-Kirche Hohenhameln Turm-Verpacker rücken im Februar an

Schade, die Idee war wunderschön: Zu Weihnachten wollte das Landeskirchenamt „wenn alles klappt“ die beiden spitzen Türme der evangelischen St.-Laurentius-Kirche einpacken. Geklappt hat es nun aber doch nicht, und die Gerüstbauer kommen voraussichtlich erst Ende Februar.

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Noch liegt der Schnee auf den sanierungs- bedürftigen Turmspitzen der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln, Ende Februar sollen sie eingerüstet und verpackt werden.

Quelle: im

Hohenhameln. Es nagt der Wurm, Moderfäule setzt dem Holz zu: Die beiden Türme der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln müssen dringend saniert werden. Bei einer ersten Begehung seit etwa 50 Jahren wurde das Ausmaß des langsamen, aber stetigen Verfalls deutlich: Wasser drang an vielen Stellen in die Turmspitzen ein und setzte dem hölzernen Unterbau stark zu: Auseinandergezogene Holzverbindungen, weggegammelte Auflagepunkte – die Schadensliste, die die Experten des Hildesheimer Ingenieurbüros Götz & Ilsemann schrieben, ist lang.

Nach der Turmspitzenbegehung, immerhin 45 Meter über dem Kirchenfundament, haben Jürgen Götz und Cornelia Roeder vom Ingenieurbüro die Schäden penibel aufgenommen, An- und Draufsichten gezeichnet und jeden Balken maßstabsgetreu aufs Papier übertragen.

Eine Besonderheit fiel den Sanierern dabei auf: Die beiden Turmkonstruktionen sind in unterschiedlicher Bauweise erstellt worden. Götz ist sich sicher, dass vor etwa 200 Jahren „umherziehende Handwerksgesellen“ die Balken und Bretter so zusammenbauten, wie sie es für richtig hielten – und weiterzogen. Vom „Balken-Chaos im Nordturm“ war die Rede, im Südturm sei es nicht so schlimm.

Die Türme sind instabil, die Steifigkeit muss wieder hergestellt werden um letztendlich einen Absturz zu verhindern. Kirchtürme, so sie denn nicht unverrückbar verankert sind, drehen sich mit dem Lauf der Sonne. Enorme Kräfte treten auf, das feucht eingebaute Holz schrumpft, Verbindungen ziehen sich auseinander, die Turmspitze dehnt sich unter der Sonneneinstrahlung, alles gerät aus dem Lot. Das soll nun behoben werden.

„Die Idee mit der Weihnachtsverpackung war prima, aber ein bisschen hatten wir schon gleich befürchtet, dass die Zeit zu knapp werden könnte,“, sagte Pastor Hans Schweda auf PAZ-Anfrage. Jetzt erst wurde die Ausschreibung für die Arbeiten gestartet, vier Wochen später endet das Verfahren. Im „frühen Frühjahr“ geht’s dann los zu Einrüsten und Sanierung.

„Die Landeskirche hat das Geld für die Sanierung beider Turmspitzen bewilligt“, sagt Schweda. „Als Erstes werden wir die Turmbekrönungen abnehmen, mal sehen, was wir in den Kugeln noch finden.“ Schaut man von der Clauener Straße auf den St.-Laurentius-Turm, ist die rechte Spitze die ältere und muss komplett erneuert werden. Die linke Spitze war vor einigen Jahrzehnten in der Werkstatt. „Dabei hatten wir festgestellt, dass das kupferne Rohr für die Dokumente nur zugekniffen, aber nicht zugelötet war“, erzählt der Pastor. „Bis auf die Münzen war alles zerbröselt und verfault.“

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