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Triftstraße in Mehrum sorgte für Ärger im Ortsrat

Mehrum Triftstraße in Mehrum sorgte für Ärger im Ortsrat

Mehrum. Es wurde unruhig, als bei der Ortsratssitzung in Mehrum Punkt 9 der Tagesordnung aufgerufen wurde: „Instandsetzung und Umgestaltung der Triftstraße“. Gut 50 Bürger waren am Montagabend zur Sitzung gekommen und diskutierten zum Teil lauthals mit. Eins wurde deutlich: Einig sind sich die Mehrumer nicht, ob die Fahrbahnverschwenkungen notwendig sind.

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Mit abgestellten Traktoren „demonstrierten“ Landwirte.

Quelle: oh

Am Tag der Sitzung hatten die Mehrumer Landwirte eine kleine Demonstration organisiert: Sie stellten Trecker und Anhänger dort auf die Triftstraße, wo in naher Zukunft sogenannte „Querungshilfen“ die Fahrbahnbreite verengen sollen. Die Landwirte machen sich Sorgen, dass sie mit Mähdrescher und Co. die Straße dann nicht mehr benutzen können. Für Ortsbürgermeister Jens Böker hatte die Demo aber einen ganz anderen Effekt: „Haben Sie gesehen, wie schön langsam auf einmal alle fahren? Nichts hat vorher etwas gebracht, kaum stehen die Trecker da, halten sich alle an die erlaubten 30 Stundenkilometer“, sagte er an die Gäste der Sitzung gewandt.

Einige Mehrumer wehren sich dennoch lauthals gegen die Umgestaltung. Von Luxussanierung ist die Rede, von Steuerverschwendung, Entscheidungen über die Köpfe der Bürger hinweg oder schlicht, dass die Idee sinnlos sei. Andere Bürger loben das Projekt und wollen die schnelle Umsetzung. Die Bewohner der Triftstraße sind sich nicht einig: Während einige strikt gegen die Umgestaltung sind, stehen andere geschlossen hinter ihr.

Die Mehrheit des Ortsrates ist sich indes einig - einstimmig sprach er sich für die Arbeiten aus, über die letztlich der Gemeinderat entscheiden wird. Lediglich Ortsratsmitglied Michael Mostert, der bei der Sitzung nicht anwesend sein konnte, sprach sich in einer Stellungnahme gegen die Arbeiten aus. Im Gegensatz zu den Bedenken der Bürger - und den von Mostert - sei es die beste und nachhaltigste Variante, so die Ortsratsmehrheit. „Wenn wir nur den Asphalt abfräsen lassen, sitzen wir in fünf Jahren doch wieder hier“, hieß es. Ortsbürgermeister Böker fügte an: „Seit sieben Jahren beschäftigt uns das Thema. Das ist jetzt eine gute Lösung. Wenn nichts passiert, ist auch keinem geholfen.“

Einig sind sich die Mehrumer Ortsratspolitiker aber auch, dass für die Anlieger keine Kosten entstehen dürfen. Dementsprechend wurde auch ein Antrag beschlossen, dass der Rat gegen die Arbeiten stimmen solle, wenn Anliegergebühren auf die Bewohner der Triftstraße zukommen.

js

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