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„Tragödie ist so lange her, wie ich alt bin“

Hohenhameln „Tragödie ist so lange her, wie ich alt bin“

Vor 36 Jahren kamen bei den großen Waldbränden in der Heide fünf Feuerwehrmänner ums Leben. „Das ist so lange her, wie ich am Leben bin“, hat sich Sebastian Haupt von der Freiwilligen Feuerwehr Hohenhameln Gedanken gemacht und auch die Gedenkfeier in Meinersen besucht.

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Eindrucksvolles Bild: Etwa hundert Kameraden nahmen am Gedenkstein bei Meinersen an der Gedenkfeier teil.

Quelle: oh

Hohenhameln. „Kalt, knapp und forsch habe ich im Vorfeld Antworten von den sonst so netten Hohenhamelner Alterskameraden bekommen, die damals dabei waren“, sagt Haupt. Immer noch tief sind die Wunden und schrecklich die Erinnerungen an die Ereignisse, die sich damals im brennenden Wald bei Meinersen abspielten.

Eine Abordnung von Hohenhamelner Kameraden machte sich wie jedes Jahr auf den Weg. „Dort lernten wir Herrn Fischer kennen, den Funkleiter des damaligen Oberkreisdirektors aus Gifhorn“, sagt Haupt. „Funkleiter?“, habe er gefragt. Damals sei es doch eines der Hauptprobleme gewesen, dass viele Fahrzeuge noch gar keine Funkgeräte besaßen?

Ja, es sei schwierig gewesen, aber einige wenige hatten welche, und so sei er als Funkleiter derjenige gewesen, der die traurige Nachricht übermitteln musste, dass mehrere Kameraden im Wald verbrannt seien.
Zum Abmarsch zum Gedenkstein äußert sich Haupt: „Ich war überrascht, was für eine große Kolonne an Fahrzeugen sich im Verband in den Wald in Bewegung setzte.“

Etliche Kameraden aus der Gemeinde Meinersen, aus Fallersleben, aus Hohenhameln und sogar die Kreisbrandmeister aus den Landkreisen Gifhorn, Wolfsburg und Peine nahmen an der Gedenkfeier teil.

„Der stellvertretende Gifhorner Kreisbrandmeister Volkert Weber hielt vor etwa 100 Kameraden im Wald eine Ansprache, die sachlich und forsch war“, erinnert sich Haupt. Weber habe den unermüdlichen freiwilligen Einsatz der Freiwilligen gelobt, aber auch Kritik an die Politik verteilt.

Er habe an die Einsätze bei den Elbehochwassern und beim ICE-Unglück erinnert und optimale Bedingungen gefordert, denn: „Es kann nicht sein, dass ehrenamtliche Helfer Nachteile erleiden. Wir wollen keine weiteren Gedenksteine!“

Bedrückt habe er nach diesen Worten die Kranzniederlegung verfolgt. „In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an den Bericht der PAZ vom 5. August, in dem darüber informiert wurde, dass der Flugdienst Peine-Hildesheim wegen einer EU-Regelung am Boden bleibt“, sagt Haupt nachdenklich.

wos

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