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Steinbach-Insolvenz sorgt auch in Amerika für Schlagzeilen

Hohenhameln Steinbach-Insolvenz sorgt auch in Amerika für Schlagzeilen

Hohenhameln. Die Nachricht von der Insolvenz der Hohenhamelner Traditionsfirma Steinbach (PAZ berichtete) macht nicht nur in der Region Schlagzeilen, sondern auch in den USA. Hintergrund: Das Unternehmen ist dort gut bekannt - rund 80 Prozent des Umsatzes werden in den Vereinigten Staaten gemacht.

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Karla Steinbach mit einer Auswahl der Nussknacker, die in Handarbeit hergestellt werden. Links: So berichten US-Medien über die Insolvenz.

Quelle: Foto: Archiv

„Wir bekommen derzeit eine wahre Flut an Post aus den Vereinigten Staaten. Vor allem Sammler nehmen großen Anteil an der Entwicklung“, sagte Chefin Klara Steinbach gestern gegenüber der PAZ.

Als vor rund einem Jahr die Einführung des Mindestlohns beschlossen wurde, habe sie die Problematik erkannt, die sich daraus für das Unternehmen ergibt. „Für uns hat das höhere Lohnkosten von rund 27 Prozent zur Folge. Das können wir nicht innerhalb eines Jahres an die Kunden weitergeben“, erklärt Steinbach.

Rund 12 bis 13 Prozent hätten die Kunden akzeptiert, doch das sei nicht ausreichend gewesen, um die gestiegenen Kosten zu decken. Man sei quasi sehenden Auges und dennoch ohnmächtig in die Katastrophe geschlittert. Mehrere Versuche, eine Lösung zu finden - etwa Zuschüsse für eine Übergangszeit oder eine längere Frist bis zur Einführung der höheren Löhne - waren gescheitert. Einige der Mitarbeiter hatten zuvor zwischen 5,50 und 6,50 Euro pro Stunde verdient. „Ich bin nicht gegen die Einführung des Mindestlohns, aber so schnell war das für uns einfach nicht umsetzbar“, so die Unternehmerin.

Derzeit werden noch Aufträge abgearbeitet. „Unsere Mitarbeiter ziehen voll mit. Schließlich wissen alle, um was es geht. Die Existenzängste sind groß“, weiß Steinbach. Viele sind seit Jahrzehnten im Unternehmen. „Sie sind so spezialisiert, dass es schwer ist, woanders eine vergleichbare Arbeit zu finden. Umgekehrt sind wir genau deshalb auf unsere Mitarbeiter angewiesen“, erklärt Steinbach die besondere Situation.

Am 5. Oktober hat sie die Insolvenz angemeldet. Nun ist ein Insolvenzverwalter eingeschaltet, der prüft, ob und wie es weitergehen kann. „Wir hoffen alle sehr, dass es eine Zukunft gibt. Für unsere Mitarbeiter steht die Existenz auf dem Spiel, und für meine Familie das Lebenswerk“, so Steinbach.

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