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Stedum: Aus dem alten Spielkreis-Gebäude soll ein echtes Schmuckstück werden

Stedum Stedum: Aus dem alten Spielkreis-Gebäude soll ein echtes Schmuckstück werden

Stedum. Zu einem Schmuckstück soll das ehemalige Spielkreis- und Schulgebäude werden. Das haben sich Julia Steins und Marcin Zulinski vorgenommen, als sie kürzlich das Klinkerhaus Maistraße 6 aus dem Jahr 1892 direkt neben der Kapelle in Stedum gekauft haben. Der Einzug soll möglichst noch in diesem Jahr stattfinden.

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Das denkmalgeschützte ehemalige Spielkreis-Gebäude in Stedum hat es ihnen angetan: Julia Steins und Marcin Zulinski wollen den Charme des alten Gebäudes im Ortskern erhalten.

Quelle: hui

Von außen macht das massive Ziegelgebäude einen guten, stabilen Eindruck. Aber die unterschiedlichen Nutzungen als Schulgebäude, Jugendtreff und Kinderspielkreis und nicht zuletzt ein großer Wasserschaden im Dezember 2009 haben in beiden Etagen deutliche Spuren hinterlassen. Zudem stand das Haus drei Jahre lang leer.

Das Pärchen, das zuvor in Großstädten wie Berlin, München und Dortmund lebte, lässt sich keineswegs blauäugig auf das umfangreiche Vorhaben ein. Marcin Zulinski ist als selbstständiger Bausanierer vom Fach. Beide sind sich darin einig, den Charme des alten Gebäudes erhalten zu wollen - ob es die gedrechselten Streben des Treppengeländers, eine verschnörkelte Außentür mit zwei getrennt zu öffnenden Scheiben oder die unterschiedlich hohen Türrahmen zweier über Eck liegender Türen sind, möglichst alles in und an dem Haus soll so erhalten bleiben.

Damit handeln die Eigentümer ganz im Sinne des Denkmalschutzes, einer Abteilung beim Landkreis, bei der sie schon vorstellig waren und auch noch öfter sein werden. „Unter anderem müssen wir ein Baubuch führen, in dem alle Schritte für jeden Raum dokumentiert werden“, sagt Zulinski. Dabei spielt der Brandschutz eine wichtige Rolle - sowohl baulich als auch finanziell. Zudem war ein Antrag auf Umnutzung zum Wohnhaus nötig.

„Wenn so ein altes Gebäude erhalten werden kann, dann hat die Sache nun nach all den Jahren doch noch ein gutes Ende gefunden“, freut sich Maren Langenhan, die als Wirtschaftsförderin für die Gemeinde Hohenhameln arbeitet.

„Seit zwei Wochen haben wir jetzt den Schlüssel und haben angefangen, Tapeten und Teppichboden herauszureißen“, sagt Julia Steins. „Es ist ein schönes Gefühl, hier zu sein - am liebsten würde ich gleich eine Matratze hier hinlegen!“

hui

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