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„Spannend, unbeschreiblich, sensationell“: Begeisterndes Jazz-Konzert bei Hummer

Soßmar „Spannend, unbeschreiblich, sensationell“: Begeisterndes Jazz-Konzert bei Hummer

Soßmar. „Spannend, unbeschreiblich, sensationell, einfach Weltklasse“, so umschrieb Gerhard Hummer in seinem Kultursalon am Ende des Konzertes mit knappen Worten das gerade Gehörte und er hatte dabei nicht einmal übertrieben.

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Virtuos und meisterhaft am Blasinstrument: Arkady Schilkloper.

Quelle: im

Von Helmut Lange

In der Tat kombinieren die Konzerte auf dem liebevoll gestalteten, holzvertäfelten Spitzboden die scheinbar so entfernt liegenden Kriterien von persönlicher Hausmusik und weltweit einmaligen Hörerlebnissen. Und einmal mehr verzauberten die Musiker ihre Zuhörer.

Zu einer instrumental einzigartigen Konstellation von Klavier mit Trompete und Horn sowie dem obertonreichen Alphorn und - in einer der frenetisch geforderten Zugaben - dem Didgeridoo gesellte sich faszinierendes Können der beiden Gestalter: Vadim Neselovskyi, vielfacher Preisträger und schon mit 35 Jahren Professor für Jazzpiano in Boston, sowie Arkady Schilkloper, der unter anderem als Mitglied des JazzBaltica-Ensembles alle Blasinstrumente meisterhaft und in ungeahnter Klangvielfalt beherrscht.

Das Programm, das in seiner Umsetzung alle Elemente des nach Innen lauschenden, aufeinander abgestimmten und dennoch so individuell spielfreudigen, ausgelassen schwelgenden Jazz widerspiegelte, reichte von einer russischen Suite und klassischem Kompositions-Gebaren bis hin zu gegenwartsbezogenen Eigenkompositionen. Mal ausgehend von einem basierenden Ostinato oder winzigen Zweiton-Motiv, dann wieder eine eher elegische Melodie entwerfend, die ungewohnte Akkordsprünge vollzog - immer musizierten beide anschließend eine höchst kreative, teils improvisierte Durchführung, die in allen Einzelheiten das konzertierende Wetteifern auf höchstem Niveau zu einem einmaligen Hörerlebnis werden ließ: Nach geradezu verspielter Verliebtheit in respondierende Motivik und spannenden Phrasen, nach Überraschungen mit unglaublichen Steigerungsbögen und extensiven Forcierungen folgten oft harmonisch ungeahnte Kadenzen und bisweilen sogar ein im Nichts erstickender Schluss.

Die den Schlussworten des Hausherrn zustimmende Begeisterung aller Zuhörer kannte am Ende kaum Grenzen. Und mit einer auch die Künstler anrührenden Geste verschenkte Hummer aus innerer Dankbarkeit sein eigenes und zur Familie der Hörner gehörendes Melophon, das Schilkloper sofort zu einer jazzenden Krönung veranlasste.

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