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Soßmars Kirche wird komplett saniert

Soßmar Soßmars Kirche wird komplett saniert

Soßmar. Soßmars Kirche ist längst nicht so stabil, wie sie von außen wirkt: Die Dachkonstruktion rutscht hin und her, die Balken sind vom Holzwurm zerfressen, die Mauern bekommen immer mehr Risse. Nächstes Jahr wird das Gotteshaus deshalb komplett saniert - für 780000 Euro.

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Ingenieur Constantin Anastasiou (Dritter von rechts) zeigt den Gemeindegliedern, was saniert werden muss.

Quelle: im

Die Schäden an der Kirche sind immens. „Das Dach bewegt sich unkontrolliert hin und her“, sagt der Ingenieur Constantin Anastasiou. „Dadurch bilden sich Risse im Mauerwerk, was dazu führt, dass Feuchtigkeit in die Kirche eindringt. Dadurch wird das ganze noch instabiler. Das ist ein Kreislauf ohne Ende, und es wird immer schlimmer.“

Anastasiou weiß aber auch, was man dagegen tun kann: Er plant derzeit die Komplettsanierung der Kirche und hat das Vorhaben gestern der Gemeinde vorgestellt - gemeinsam mit Pastor Eberhard Sabrowski und Martin Krause vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche.

Wie schlimm es um ihre Kirche bestellt ist, wissen die Soßmarer längst. Die tiefen Risse in den Wänden und im Tonnengewölbe sind vom Kirchenschiff aus deutlich zu sehen, und wer - wie gestern - einen Blick auf den Dachboden wirft, sieht die vielen Löcher, die Holzwürmer in die Balken gefressen haben.

Seit etwa zehn Jahren sammeln die Soßmarer deshalb Spenden für die Renovierung ihres Gotteshauses und liegen den Verantwortlichen bei der Landeskirche in den Ohren, die jetzt endlich 780000 Euro für die Sanierung bereitgestellt hat. Nächstes Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen (siehe Kasten): Dann werden die beschädigten Balken nach und nach ausgetauscht, die Risse im Mauerwerk aufgefüllt und die Dachkonstruktion wird stabilisiert.

Damit sich der verhasste Holzwurm nicht wieder in den Balken einnistet, müsste man eigentlich auch für ein trockeneres Raumklima in der Kirche sorgen, sagt Martin Krause. In den Sanierungs-Plänen sei das aber noch nicht vorgesehen.

sur

Ein ganzes Jahr ohne Gotteshaus

Mindestens ein Jahr werde die Sanierung der Kirche dauern, vielleicht auch zwei, sagte der Ingenieur Constantin Anastasiou gestern. Die Soßmarer werden ihr Gotteshaus so lange nicht nutzen können, schließlich bekommt die Kirche innen und außen ein Baugerüst. Wann die Arbeiten beginnen, steht noch nicht endgültig fest – derzeit laufen die Ausschreibungen. Vermutlich geht es im Frühjahr 2013 los, so wünscht es sich zumindest Pastor Eberhard Sabrowski: „Für uns wäre ein Start nach Ostern und nach der Konfirmation im April sinnvoll“, sagte er gestern. „Denn dafür brauchen wir die Kirche nochmal komplett.“ Danach heißt es improvisieren: Normale Sonntags-Gottesdienste sollen während der Bauzeit im Gemeindesaal stattfinden, dort ist laut Sabrowski Platz für 40 Personen, „notfalls mit Stehplätzen“. Und bei größeren Veranstaltungen müssten sich die Soßmarer mit dem Nachbardorf Bierbergen zusammentun. Für den Weihnachtsgottesdienst 2013 war gestern schon – halb im Scherz – die Scheune eines örtlichen Landwirts im Gespräch.

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