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Seit 30 Jahren mehr als nur ein Wochenmarkt

Hohenhameln Seit 30 Jahren mehr als nur ein Wochenmarkt

Bratwurst um 9 Uhr, ein ziemlich fester Termin in Hohenhameln: Seit 30 Jahren gibt es vor dem Rathaus den Wochenmarkt, an jedem Donnerstag bauen die Händler ihre Stände auf, bieten ein großes Frische-Angebot und Artikel des täglichen Bedarfs an. Der Wochenmarkt ist aber auch Treffpunkt und Nachrichtenbörse.

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Frische vor der Haustür kaufen: Schon in der Anfangszeit des Hohenhamelner Wochenmarktes vor 30 Jahren fand das Angebot großen Anklang bei den Bürgern: Mit vollen Taschen und Körben gingen sie nach dem Einkauf nach Hause.

Quelle: privat

Hohenhameln . Der Donnerstag ist Markttag in Hohenhameln. Zahlreiche Händler stellen seit 1979 frühmorgens vor dem Rathaus ihre Stände auf, Woche für Woche. Der Markt ist eine „öffentliche Einrichtung“ der Gemeinde Hohenhameln geworden. Vor 30 Jahren gab es massive Widerstände aus der Kaufmannschaft gegen dieses Angebot, trotzdem wurde im November mit 19 Händlern das Experiment gewagt.

„Der Wochenmarkt ist zum festen Bestandteil der Infrastruktur in der Gemeinde geworden, und er ist auch ein Aushängeschild für das lebendige Gemeinwesen“, sagt Fachbereichsleiter Rolf Bettels, der Marktmeister von Hohenhameln. Er achtet darauf, dass die Händler nicht nur einen „schnellen Euro“ vor dem Rathaus machen wollen, sondern Beständigkeit in das Donnerstags-Angebot bringen. „Wer hier nicht reinpasst, der kommt nicht wieder“, sagt er. „Ganz einfach.“

Der mit dem Wochenmarkt verbundene Service, ihn zum Nulltarif per Gemeinde-Bus erreichen zu können, gilt gerade für die ältere Bevölkerungsschicht als Plus. „In vielen unserer Orte gibt es keine Geschäfte mehr, so dass Dinge des täglichen Lebens per Kohlrabi-Express aufwändig besorgt werden müssen“, sagt Bettels. „Aber der Wochenmarkt erfüllt auch eine soziale Funktion, nämlich die Möglichkeit der Kommunikation und aktiven Teilnahme an der Gemeinschaft.“

Das Angebot ist breit gefächert und qualitativ hochwertig. „Nicht Masse, sondern Klasse und Frische sind unsere Trümpfe“, sagt der Marktmeister.

Beim heutigen „Jubiläumswochenmarkt“ soll dies noch einmal in das Bewusstsein der Kunden gerückt werden. Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Wochenmarktes wird der Kindergarten Equord Kekse backen und am Vormittag verkaufen. „Hier kann die Kundschaft auch mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest selbst gebastelte Sterne kaufen“, sagt Bettels..

Die Leiterinnen der Kindertagesstätten sowie die Grundschulen werden auch am letzten Markt vor dem Weihnachtsfest am 17. Dezember präsent sein und das Angebot bereichern. Hier werden unter anderem Gelees, Marmeladen, Basteleien und manches andere angeboten, wodurch eine Weihnachtsmarkt-Atmosphäre auf dem Wochenmarkt entsteht.

„Uns ist sehr daran gelegen, eine gute Atmosphäre auf dem Wochenmarkt zu haben. Dies wissen unsere Marktbeschicker auch zu schätzen“, sagt Bettels. Also: 9 Uhr, Bratwurstbude, hören, was es Neues gibt.

Michael Schröder

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