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Schwierigste Stücke der Klavierliteratur im Kultursalon

Hohenhameln Schwierigste Stücke der Klavierliteratur im Kultursalon

Soßmar. Mit ungläubigen Staunen erlebten die zahlreichen Besucher des Konzertes von Andrei Ivanovitch aus St. Petersburg einen fulminant aufspielenden Pianisten, der ein Programm bot, das sonst nur in den großen Konzertsälen dieser Welt zu hören ist.

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Der Weltklasse-Pianist Andrei Ivavovitch aus St. Petersburg konzertierte in Hummers Kultursalon.

Quelle: cb

Man merkte ihm die strapaziöse Anreise von St. Petersburg, die wegen der zeitweiligen Sperrung des Frankfurter Flughafens und eine mehr als zweistündige Verspätung der Bahn über 18 Stunden gedauert hatte, nicht mehr an.

Seit inzwischen elf Jahren gastiert Ivanovitch regelmäßig in Soßmar und hat sich in dieser Zeit eine feste Fangemeinde gesichert. Er hat schon in allen Teilen dieser Welt Konzerte gegeben. „Gerade deshalb ist ihm sein hiesiges Publikum dankbar für diese Treue“, sagt Kultursalon-Betreiber Gerhard Hummer.

Ivanovitch begann sein Konzert mit „Children’s Corner“ von Claude Debussy, dessen Untertitel lautet „Kleine Suite für Klavier allein“. Debussy komponierte diese Suite 1906 bis 1908 und widmete sie seiner damals knapp dreijährigen Tochter Emma-Claude, genannt Chouchou.

In teils schlichter, teils tiefsinniger musikalischer Sprache greift Debussy Dinge aus der Welt seiner kleinen Tochter auf: „Wiegenlied für Jimbo“, „Abendständchen für die Puppe“, „Der Schnee tanzt“, „Der kleine Hirte“ und „Golliwogg’s Cake-walk“. Ivanovitch trifft mit seiner Interpretation die Stimmung der einzelnen Teile, teils elegant und zart, dann wieder energisch und zupackend.

Es folgten fünf Etüden von Fréderic Chopin, die zu den schwierigsten Stücken der Klavierliteratur gehören. Mit unglaublicher Virtuosität modellierte der Pianist die schwierigsten Passagen. Besonders die als Revolutionsetüde bekannte Etüde op.25 Nr.11 geriet zu einem eruptiven Gewaltritt und versetzte die Zuhörer in eine andere Welt.

Der zweite Teil war ganz Sergej Rachmaninoff gewidmet. Seine 5 Präludien und die Corelli Variationen gerieten ebenso überzeugend wie der erste Teil des Konzertes. Das begeisterte Publikum verlangte nach einer Zugabe. Ivanovitch spielte darauf die Elegie in Es-Moll, und zwar mit solcher Inbrunst und Tiefgründigkeit, dass die Zuhörer so ergriffen waren, dass sie nach diesem wunderbaren Abend, wie man ihn selten erlebt, für eine kurzen Moment vergaßen zu applaudieren.

rd

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