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Schulzentrum heizt jetzt mit Biogas

Hohenhameln Schulzentrum heizt jetzt mit Biogas

Hohenhameln . Im Hohenhamelner Schulzentrum ist die Energiewende schon fast geschafft. Lampen und Computer funktionieren mit Ökostrom, die Klassenzimmer und das Schwimmbad werden zu etwa 85 Prozent mit Abwärme aus der benachbarten Biogas-Anlage beheizt - nur an sehr kalten Wintertagen muss zusätzlich Erdgas verbrannt werden.

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Biogas-Anlage zwischen Hohenhameln und Harber: Hier entsteht die Wärme für die Klassenzimmer im benachbarten Schulzentrum.

„Wenn wir in der gesamten Gesellschaft schon so weit wären wie hier, müssten wir uns um die Energiewende keine Sorgen machen“, sagte Kreisbaurat Wolfgang Gemba gestern bei der offiziellen Vorstellung der Biogas-Heizung. Seit etwa einem Jahr ist sie in Betrieb, „sie hat sich bewährt und ist maßstabgebend für weitere Projekte“, so Gemba. Zumal die Energie aus der direkten Nachbarschaft kommt. Die Wärme liefert ein ehemaliger Schüler: Carsten Bartels aus Harber betreibt die Biogas-Anlage zusammen mit anderen Landwirten aus der Gemeinde, auch der hannoversche Energieversorger Enercity ist mit im Boot. Aus manchen Klassenzimmern kann man die Biogas-Anlage sogar sehen: Sie steht am Ortsrand von Harber, nur etwa 800 Meter vom Schulzentrum entfernt. Um die Abwärme dorthin zu transportieren, wurden extra Rohre verlegt.

„Unser Ziel ist es, nach und nach alle unsere Schulzentren auf erneuerbare Energien umzustellen“, sagte Landrat Franz Einhaus gestern. Das Schulzentrum in Edemissen heizt bereits mit Holzhackschnitzeln, Hohenhameln hat als zweites auf Öko-Wärme umgestellt.

Laut Landkreis werden dadurch in den nächsten zehn Jahren 14000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Auch die Heizkosten sinken - „aber wie viel Geld wir genau sparen, können wir erst sagen, wenn der Winter vorbei ist“, sagte Michael Schrader vom Landkreis. „Außerdem stärken wir die regionale Wirtschaft“, ergänzte Einhaus - schließlich werde die Energie vor der Haustür produziert. „Besser geht es nicht.“

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So funktioniert die Biogas-Heizung

Mais und Mist sorgen für warme Klassenzimmer: Mit diesen Rohstoffen wird die Biogas-Anlage zwischen Hohenhameln und Harber gefüttert, 40 Tonnen schluckt der sogenannte Fermenter täglich. „Unsere wichtigsten Mitarbeiter sind Millionen von Bakterien“, sagt Landwirt Carsten Bartels.

Denn im Fermenter geschieht in etwa das gleiche wie im Magen einer Kuh: Bakterien zersetzen die Nährstoffe und scheiden dabei Gas aus. Dieses Gas wird dann entschwefelt und in einem Blockheizkraftwerk verbrannt.

Dabei entsteht Strom für rund 1800 Haushalte – und Wärme, die ebenfalls sinnvoll genutzt werden will. In Hohenhameln profitiert davon nicht nur das Schulzentrum, sondern auch das benachbarte Seniorenheim. Mit der Abwärme aus dem Blockheizkraftwerk wird Wasser erhitzt und in 850 Meter langen, isolierten Rohren zum Schulzentrum geleitet. 85 Grad heiß ist es, wenn es dort ankommt.

Das Herzstück der Anlage steht im Heizungskeller der Schule: Ein unscheinbarer silberner Kasten, kaum größer als ein Koffer. In diesem Wärmetauscher treffen die Leitungen aus der Biogas- Anlage auf die Wasserrohre aus der Heizung des Schulzentrums und geben die Wärme an sie ab.

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