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Schützenscheiben stammen aus ihrer Hand

Stedum Schützenscheiben stammen aus ihrer Hand

Stedum. Comics für die Jugend, ein Pferd mit Reiter für die Junggesellen und traditionell das rot-gelbe Dorfwappen für die Stedum. Freihänder - die erfolgreichsten Schützen aus Stedum haben am Wochenende ihre prachtvollen Scheiben erhalten. Doch woher stammen die kleinen Kunstwerke? Christa Meinecke ist die Frau, die die Ortsteile Jahr für Jahr ein bisschen bunter macht.

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Christa Meinecke bemalt eine Schützenscheibe für Stedum.

Quelle: ju

Wenn Christa Meinecke durch Stedum fährt, sieht sie überall ihre Kunstwerke hängen. Seit 1999 bemalt die 63-Jährige die Schützenscheiben, die Hauswände und Dachgiebel schmücken. „Ganz Stedum hängt voll mit meinen Scheiben“, lacht Meinecke.

Sie erinnert sich noch an ihre erste Schützenscheibe, die sie bemalt hat: „Solange ich täglich vorbeigefahren bin, hatte ich sie immer im Auge. Ich konnte sehen, wie die Farbe hält.“ Das ist allerdings Vergangenheit: Heute wohnt Meinecke in Bortfeld. „Ich habe schon so ziemlich in jeder Gemeinde im Landkreis gewohnt“, sagt sie. „Für viele dieser Ortschaften male ich heute die Schützenscheiben.“

Um die 100 Scheiben hat Meinecke mit ihrer ruhigen Hand in den vergangenen 13 Jahren bemalt. Zweimal grundiert sie die Holzrohlinge, dann wird die Scheibe eingeteilt, die Schrift gemalt und schließlich das Bild. Anschließend wird jede Scheibe zweimal lackiert. „Man muss schon richtig viel Arbeit reinstecken“, sagt sie. Etwa zehn Stunden sitzt sie an einer kleinen, einfachen Scheibe. Für die prachtvollen großen Scheiben benötigt die Künstlerin mehrere Tage. „Früher habe ich die Scheiben in den Weihnachtferien bemalt“, schildert Meinecke. „Doch die reichen schon lange nicht mehr aus.“

In ihrem Atelier unterm Dach bemalt die passionierte Künstlerin mehrere Wochen am Stück die verschiedenen Scheiben. Für die Feinheiten zieht sie sich allerdings in die Küche zurück. „Die Schrift gelingt mir besser auf dem drehbaren Käsebrett“, sagt sie. „Für das perspektivische Malen des Motivs gehe ich aber an die Staffelei.“

Ihre liebsten Aufträge sind Tiere und traditionelle Motive. „Aber die Ideen werden heute immer ausgefallener“, sagt Meinecke. „Vor allem die Junggesellen stellen mich jedes Jahr vor eine neue Herausforderung.“ Ebenso wie Schützen, die mit alten oder verwitterten Scheiben auf die Bortfelderin zukommen - denn Meinecke restauriert die Kunstwerke auch. „Die älteste Scheibe, die ich überarbeitet habe, war von 1973“, sagt sie. Ihre eigenen Scheiben sind aber noch alle gut in Schuss - das weiß die Künstlerin genau: „Ich schaue sie mir hier und da auch nochmal an.“

ju

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